28 June 2026, 02:17

René Benko in 18. Ermittlungsverfahren: Millionen-Verdacht bei Signa-Konzern

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

René Benko in 18. Ermittlungsverfahren: Millionen-Verdacht bei Signa-Konzern

René Benko, der umkämpfte Milliardär hinter dem Signa-Konzern, steht nun bereits in der 18. strafrechtlichen Untersuchung. Die Münchner Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe der Veruntreuung von Hunderten Millionen Euro. Im Mittelpunkt des Falls stehen verdächtige Geldbewegungen innerhalb seines Imperiums.

Die jüngsten Ermittlungen konzentrieren sich auf das Bahnhofplatz-Projekt in München. Gelder, die eigentlich für die Sanierung eines Kaufhauses vorgesehen waren, sollen umgelenkt worden sein. Den Ermittlern zufolge flossen die Mittel in die Deckung von Liquiditätsengpässen der Signa Group und dienten einer Kapitalerhöhung für das Londoner Kaufhaus Selfridges.

Die Signa-Tochter Signa Prime Selection steht im Verdacht, als eine Art „finanzieller Staubsauger“ für den Konzern agiert zu haben. Eine ähnliche Vorgehensweise soll auch bei einem Geschäft mit einem saudischen Staatsfonds angewendet worden sein. Die Staatsanwaltschaft bewertet den Fall als möglichen Vertrauensbruch und Betrug.

Benko befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Auch sein privates Insolvenzverfahren sorgt für Schlagzeilen – unter anderem werden wertvolle Damenringe genauer unter die Lupe genommen. Für Donnerstag ist eine Berufungsverhandlung in seinem ersten Prozess wegen betrügerischen Bankrotts angesetzt.

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Sollte er verurteilt werden, wäre Benko der erste Signa-Manager, gegen den ein rechtskräftiges Urteil ergeht. Die laufenden Ermittlungen unterstreichen das Ausmaß der mutmaßlichen Finanzunregelmäßigkeiten in seinen Unternehmen. Die Behörden arbeiten weiterhin daran, das volle Ausmaß der angeblichen Geldverschiebungen aufzudecken.

Quelle