09 June 2026, 20:14

Rhein-Vertiefung bei Rheinfelden: Stromgewinn oder Umweltrisiko?

Rheinfelden 20plus: Ab dem 1. Juli werden Einwände und Umweltfragen in Grenzach-Wyhlen diskutiert

Rhein-Vertiefung bei Rheinfelden: Stromgewinn oder Umweltrisiko?

Ein großes Vorhaben zur Vertiefung des Rheins bei Rheinfelden sorgt für Diskussionen unter lokalen Behörden, Unternehmen und Anwohnern. Das von der naturenergie hochrhein AG vorgeschlagene Projekt zielt darauf ab, die Stromerzeugung aus Wasserkraft zu steigern, indem Teile des Flussbetts ausgehoben werden. Im Rahmen der Initiative „Rheinfelden 20plus“ finden Anfang Juli 2026 öffentliche Anhörungen statt, um die Auswirkungen zu erörtern und Rückmeldungen einzuholen.

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Im Mittelpunkt steht die Vertiefung von Rheinabschnitten oberhalb und unterhalb des Rheinfelder Wasserkraftwerks. Bei einer Genehmigung würden die Bauarbeiten voraussichtlich zweieinhalb Jahre dauern, wobei an den beiden Aushubstellen jeweils rund 35.000 Kubikmeter Gestein abgetragen würden. Zwei temporäre Anlegestellen am deutschen Ufer ermöglichen den Transport des Aushubmaterials per Lkw.

Die Anhörungen sind für den 1. und 2. Juli 2026 im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen angesetzt, Beginn ist jeweils um 10 Uhr. In den Sitzungen werden Stellungnahmen und Einwände von Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen behandelt. Im Fokus stehen dabei Umweltbedenken, insbesondere die Auswirkungen auf den Oberrhein sowie notwendige Ausgleichsmaßnahmen für die Wasserstraßen.

Die Teilnahme an den Anhörungen hängt von der Zustimmung der direkt am Verfahren Beteiligten ab. Das Projekt hat bei Behörden, Verbänden und Bürgern im Landkreis Lörrach Aufmerksamkeit erregt, die die potenziellen Vorteile gegen ökologische und logistische Herausforderungen abwägen.

Die Anhörungen bieten den Beteiligten eine Plattform, um Bedenken zu äußern und Anpassungen vorzuschlagen, bevor endgültige Entscheidungen fallen. Das Ergebnis könnte sowohl die Zukunft der Wasserkraft in der Region als auch das Umweltmanagement des Rheins prägen. Je nach Rückmeldungen könnten auch Bauzeiten und -methoden überarbeitet werden.

Quelle