04 February 2026, 05:06

Rheinland-Pfalz gibt 101.000 Euro für Fotos aus – Kritik an teurer Selbstdarstellung

Ein Plakat, das die fünfzehnte Verfassungsänderung der Vereinigten Staaten zeigt, mit Bildern von Menschen, Flaggen, Bäumen, Gebäuden und Text.

Wie viel Geld gibt die Landesregierung für Fotografen aus? - Rheinland-Pfalz gibt 101.000 Euro für Fotos aus – Kritik an teurer Selbstdarstellung

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz gab im Jahr 2022 rund 101.000 Euro für Fotodienstleistungen aus – ein Betrag, der dem Vorjahr entspricht. Allerdings verschoben sich die Ausgaben zwischen den Ressorts, wobei die Staatskanzlei und das Bildungsministerium deutliche Veränderungen verzeichneten. Kritiker hinterfragen, ob die Ausgaben eine verantwortungsvolle Haushaltsführung widerspiegeln oder unnötige Selbstdarstellung fördern.

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Die Staatskanzlei blieb mit über 56.300 Euro der größte Posten – ein Anstieg von etwa 4.000 Euro gegenüber dem Vorjahr. Diese Steigerung zog Kritik von Jan Bollinger, Fraktionsvorsitzendem der AfD, auf sich, der der Ampelkoalition vorwirft, teure Eigenwerbung über Haushaltsdisziplin zu stellen.

Das Bildungsministerium verdoppelte sein Fotobudget nahezu und steigerte die Ausgaben von rund 7.000 auf über 13.300 Euro. Die Behörden begründeten den Anstieg mit notwendigen Maßnahmen wie der neuen Digitalstrategie, der Ausweitung der Initiative "Schule der Zukunft" sowie der Kampagne "Werde Lehrkraft in Rheinland-Pfalz". Trotz dieser Erhöhungen blieb die Gesamtausgabe des Landes für Fotodienstleistungen mit etwa 101.000 Euro in beiden Jahren konstant.

Die höheren Kosten der Staatskanzlei und der deutliche Anstieg im Bildungsministerium haben eine Debatte über Prioritäten ausgelöst. Zwar stieg der Gesamtetat für Fotografie nicht an, doch die Umverteilung der Mittel zeigt veränderte haushaltspolitische Schwerpunkte. Während die Regierung die Ausgaben als Unterstützung zentraler Vorhaben rechtfertigt, argumentieren Kritiker, das Geld ließe sich sinnvoller einsetzen.