Rheinland-Pfalz: Häfen kämpfen mit historisch niedrigem Frachtaufkommen seit 2015
Lukas BauerCargo turnover at harbors at decade low - Rheinland-Pfalz: Häfen kämpfen mit historisch niedrigem Frachtaufkommen seit 2015
Häfen in Rheinland-Pfalz verzeichnen niedrigste Frachtmengen seit einem Jahrzehnt
In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 haben die Häfen in Rheinland-Pfalz die geringsten Güterumschlagzahlen seit 2015 registriert. Insgesamt sank das Frachtaufkommen um 5 % auf 13,6 Millionen Tonnen. Haupttreiber des Rückgangs waren ein deutlicher Einbruch bei den Ausfuhrsendungen sowie ein starker Rückgang in bestimmten Warengruppen.
Besonders betroffen waren die Ausfuhrgüter, deren Volumen um 9,3 % auf 5,6 Millionen Tonnen einbrach. Auch die Einfuhr ging zurück, wenn auch weniger stark: Hier verringerte sich das Aufkommen um 1,7 % auf 8,1 Millionen Tonnen. Die Zahlen markieren die schwächste Performance seit 2015.
Die größten Verluste verzeichneten Maschinen, Ausrüstungen und Haushaltsgeräte. In dieser Kategorie brach der Umschlag um 75,1 % ein – es wurden nur noch 46.000 Tonnen umgeschlagen. Besonders betroffen war etwa der Hafen Andernach, wo das Volumen um 35,1 % zurückging. Nicht alle Branchen litten jedoch unter der Entwicklung: Chemische Erzeugnisse legten um 2,2 % auf 3,3 Millionen Tonnen zu, während die Kategorie Fahrzeuge um 13,5 % auf 236.000 Tonnen wuchs. Trotz dieser Zuwächse blieb der Gesamttrend negativ – ohne dass ein einzelnes Unternehmen oder eine bestimmte Politik als Ursache ausgemacht werden konnte.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 schlugen die Häfen in Rheinland-Pfalz insgesamt 13,6 Millionen Tonnen Güter um. Das entspricht einem Rückgang von 5 % gegenüber dem Vorjahr, wobei Maschinen und Ausfuhrgüter am stärksten betroffen waren. Der Rückgang spiegelt die allgemeinen Herausforderungen im Güterverkehr wider, auch wenn einige Sektoren weiterhin wachsen.
