22 February 2026, 16:30

Rheinland-Pfalz' Ministerpräsident trotzt schwachen Umfragewerten und AfD-Debatten

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Rheinland-Pfalz' Ministerpräsident trotzt schwachen Umfragewerten und AfD-Debatten

Rheinland-Pfalz' SPD-Chef hat Kritik an seinem Führungsstil zurückgewiesen – selbst das Etikett "langweilig" nimmt er als Kompliment. Der Ministerpräsident bleibt auf seine Arbeit in der seit langem bestehenden Ampelkoalition konzentriert und zeigt trotz schwankender Umfragewerte keine Anzeichen, zurücktreten zu wollen.

Die Koalition aus SPD, Grünen und FDP in Rheinland-Pfalz besteht nun bereits ein volles Jahrzehnt. 2016 gebildet, markierte sie die erste Ampelkoalition in der Geschichte des Bundeslandes. Doch aktuelle bundesweite Umfragen deuten auf sinkende Zustimmung hin: Die Grünen liegen bei 11–13 Prozent, die FDP kämpft mit nur noch 3–4 Prozent.

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Der SPD-Politiker hat klargestellt, unter keinen Umständen eine Zusammenarbeit mit der AfD anzustreben. Auch Sorgen über schlechte Wahlumfragen wies er zurück und betonte, als Ministerpräsident im Amt bleiben zu wollen. Sein Regierungsstil bleibt beständig – selbst wenn die drei Parteien in den Umfragen derzeit gemeinsam keine Mehrheit mehr erreichen.

In der Sachpolitik lobte er die Außenpolitik der Bundeskanzlerin, forderte aber stärkere wirtschaftliche Maßnahmen. Die Erbschaftssteuer bezeichnete er als Frage der Gerechtigkeit, betonte jedoch, mittelständische Unternehmen schützen zu müssen. Gleichzeitig schloss er Steuersenkungen aus, sofern sie nicht voll finanziert sind, um eine Erhöhung der Staatsverschuldung zu vermeiden.

Die Weigerung des Ministerpräsidenten, auf niedrige Wahlumfragewerte zu reagieren, hält seine Regierung auf dem eingeschlagenen Kurs. Ohne Pläne für Bündniswechsel oder Politikänderungen arbeitet die Koalition weiter auf die Landtagswahl 2026 hin. Die Haltung des SPD-Chefs bleibt unverändert: keine Deals mit der AfD und kein Wandel in seinem Führungsstil.