10 March 2026, 14:19

Sachsen verzeichnet historischen Rückgang bei Asylanträgen – doch Abschiebungen bleiben schwierig

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnen auf Stangen, unter einem bewölkten Himmel.

Anzahl der Asylsuchenden in Sachsen deutlich gesunken - Sachsen verzeichnet historischen Rückgang bei Asylanträgen – doch Abschiebungen bleiben schwierig

Sachsen verzeichnet zweiten Rückgang der Asylanträge in Folge

In Sachsen ist die Zahl der Asylanträge im zweiten Jahr in Folge stark gesunken. 2025 stellten nur noch 5.189 Menschen einen Asylantrag – weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. Innenminister Armin Schuster wertete dies als deutliches Zeichen für einen "Paradigmenwechsel in der Asylpolitik".

Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang: 2024 waren es noch 10.120 Asylsuchende, 2023 sogar 23.120. Nicht enthalten sind dabei Geflüchtete aus der Ukraine, die unter dem russischen Angriffskrieg leiden und über separate Schutzprogramme aufgenommen werden.

Schuster betonte die Notwendigkeit, Abschiebungen konsequenter durchzusetzen. Er schlug vor, reguläre Haftplätze für die Abschiebehaft zu nutzen, um den Druck auf Ausreisepflichtige zu erhöhen. Zudem forderte er Fluggesellschaften auf, sich verpflichtend an Abschiebeflügen zu beteiligen, um ausreichend Kapazitäten für Rückführungen zu sichern.

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2025 wurden 917 Migrantinnen und Migranten abgeschoben. Doch 64 Prozent der geplanten Abschiebungen scheiterten, weil Betroffene sich zuvor der Beobachtung entzogen. Dennoch verließen 1.588 abgelehnte Asylbewerber Deutschland freiwillig – die höchste je verzeichnete Zahl und ein Anstieg gegenüber 950 im Jahr 2024.

Der Minister kündigte an, künftig regelmäßig nach Afghanistan abzuschieben. Er bestehe darauf, dass die Regelungen "mit voller Konsequenz" umgesetzt werden müssten, als Teil der grundlegenden Neuausrichtung der Politik.

Der Rückgang der Asylanträge geht einher mit einer Verschärfung der Abschiebepraxis. Noch nie zuvor haben mehr abgelehnte Bewerber das Land freiwillig verlassen als 2025. Dennoch bleiben Herausforderungen: Viele entziehen sich der Abschiebung, indem sie vor dem Termin untertauchen.

Quelle