08 June 2026, 14:16

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher in ländlichen Regionen schließen

Smartphone-Empfang via Satellit: Deutsche Anbieter wollen Totzonen auf unterschiedliche Weise füllen

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher in ländlichen Regionen schließen

Deutschlands führende Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um die Mobilfunkabdeckung in ländlichen und abgelegenen Regionen zu verbessern. Mit diesem Schritt sollen Funklöcher beseitigt und eine zuverlässige Kommunikation in Notfällen gewährleistet werden. Neue Partnerschaften und anstehende Tests markieren einen Wandel hin zu satellitengestützter Konnektivität.

OQ Technology, ein rein europäischer Satellitenbetreiber, baut sein Netzwerk aus, um Mobilfunkdienste zu unterstützen. Das Unternehmen betreibt derzeit fünf Satelliten im Orbit, drei weitere sollen noch in diesem Jahr starten. Bis Ende 2027 plant OQ Technology den Betrieb von 48 Satelliten, die alle 30 Minuten aktualisierte Abdeckung bieten sollen. Langfristig strebt das Unternehmen eine Konstellation von 150 Satelliten bis 2028 oder 2029 an, um durchgehende Dienste für datenintensive Anwendungen zu ermöglichen.

O2 Telefónica arbeitet mit OQ Technology zusammen, um ab Anfang 2027 in Mecklenburg-Vorpommern Satellitenverbindungen zu testen. Im Gegensatz zu anderen Systemen nutzt O2 Standard-Mobilfunkfrequenzen, sodass herkömmliche Smartphones ohne zusätzliche Hardware verbunden werden können.

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Unterdessen hat die Deutsche Telekom eine Partnerschaft mit Starlink geschlossen, um ab 2028 Mobilfunkempfang in abgelegene Gebiete zu bringen. Auch Vodafone erkundet satellitengestützte Lösungen über ein Joint Venture mit AST SpaceMobile, allerdings steht ein konkreter Starttermin in Deutschland noch aus.

Der Vorstoß für satellitengestützte Netze erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Anbieter Lücken in der bodengestützten Abdeckung schließen wollen. Über den alltäglichen Gebrauch hinaus verspricht die Technologie Notfallkommunikation, wenn die Infrastruktur am Boden ausfällt.

Die Zusammenarbeit zwischen Telekommunikationsunternehmen und Satellitenbetreibern stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Konnektivität in ganz Deutschland zu verbessern. Mit ersten Tests ab 2027 und einer breiteren Einführung ab 2028 könnten ländliche Gemeinden und Rettungsdienste bald von zuverlässigeren Mobilfunknetzen profitieren. Der Wandel unterstreicht zudem die wachsende Rolle Europas in der satellitengestützten Kommunikationstechnologie.

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