29 April 2026, 12:17

Schankflächen-Gebühren: Von null Euro bis über 1.000 Euro pro Saison – wer zahlt was?

Ein Berliner Restaurant mit Holztischen und -stühlen vor einem großen Fenster, das städtische Elemente wie Passanten, Gebäude und Straßenmöbel zeigt.

Schankflächen-Gebühren: Von null Euro bis über 1.000 Euro pro Saison – wer zahlt was?

Schankflächen-Gebühren: Starke Unterschiede zwischen deutschen Städten – von null Euro bis über 1.000 Euro pro Saison

Die Kosten für Außen gastronomie variieren in deutschen Städten erheblich – manche Betriebe zahlen hohe Gebühren für ihre Terrassenflächen, während andere Kommunen gar keine Abgaben erheben. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Wernigerode verlangt die höchsten Preise, andere Städte verzichten komplett auf Gebühren. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie lokale Vorschriften die Belastungen für Gastronomen prägen.

In Wernigerode kostet eine Standard-Gastterrasse in der Hauptsaison 1.163 Euro – und liegt damit weit über dem Durchschnitt von 328 Euro. Zudem erhebt die Stadt einen Zuschlag für Standorte am zentralen Marktplatz. Die Gebühren stiegen 2023, nachdem die Behörden die Sondernutzungssatzung überarbeitet hatten.

Zu den teuersten Städten gehören auch Lutherstadt Wittenberg (750 Euro) und Halle (Saale) (700 Euro). Quedlinburg, Halberstadt und Stendal liegen ebenfalls über dem Durchschnitt mit 625 Euro bzw. 500 Euro. Dagegen halten 13 Städte, darunter Magdeburg, die Kosten unter 251 Euro.

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Am unteren Ende der Skala bieten Schönebeck (52 Euro) und Zeitz (56 Euro) die günstigsten Tarife. Fünf Kommunen – Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Lutherstadt Eisleben – verlangen überhaupt keine Gebühren.

Experten weisen darauf hin, dass ein Verzicht auf Terrassengebühren die Haushalte der Städte kaum belasten würde: Die Einnahmen machen weniger als 0,05 Prozent der Gesamtetats aus. Stattdessen könnte ein Wegfall der Abgaben die Außen gastronomie beleben und mehr Leben in die Innenstädte bringen.

Die Umfrage offenbart eine große Spanne bei den Preisen – von null Euro bis über 1.000 Euro pro Saison. Für Gastronomen sind diese Kosten ein entscheidender Faktor bei der Standortwahl für ihre Außenbereiche. Ein Verzicht auf die Gebühren könnte mehr Betriebe dazu bewegen, öffentliche Flächen zu nutzen – ohne die kommunalen Finanzen zu belasten.

Quelle