Schleswig-Holstein fördert Wärmewende mit Zuschüssen für grüne Heizsysteme
Niklas NeumannFörderung für den Wärmetransition in Stadtteilen ohne Fernwärme - Schleswig-Holstein fördert Wärmewende mit Zuschüssen für grüne Heizsysteme
Schleswig-Holstein startet neue Fördermittel für klimafreundliche Heizungen
Schleswig-Holstein hat ein neues Förderprogramm aufgelegt, um Haushalten den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme zu erleichtern. Die Initiative richtet sich vor allem an Gebiete ohne Fernwärmeversorgung – betroffen sind rund 95 Prozent der Einfamilienhäuser im Land. Umweltminister Tobias Goldschmidt betonte, dass in diesen Quartieren individuelle Lösungen notwendig seien, um die Klimaziele der Region zu erreichen.
Ab sofort fördert das Land Beratungsangebote und weitere Maßnahmen, um die Wärmewende zu beschleunigen. Eigentümer:innen in Gebieten, für die keine Fernwärmeplanung vorgesehen ist, müssen nun nach Alternativen suchen. Antragsberechtigt sind Kommunen, lokale Versorger, Behörden und Zweckverbände.
Die Förderung unterstützt grüne Heizoptionen wie Wärmepumpen und übernimmt bis zu 70 Prozent der Kosten – maximal jedoch 30.000 Euro pro Wohneinheit. Goldschmidt wies darauf hin, dass die Umstellung auf diese Systeme nicht nur die Emissionen senke, sondern langfristig auch die Heizkosten reduziere. Das Programm ist Teil des Plans, Schleswig-Holstein bis 2040 klimaneutral zu machen, indem fossile Brennstoffe in der Wärmeversorgung schrittweise abgeschafft werden.
Der Minister unterstrich zudem die Bedeutung individueller Entscheidungen in Regionen ohne Fernwärme. Er rief Hausbesitzer:innen auf, jetzt zu handeln – sowohl aus finanziellen als auch aus ökologischen Gründen.
Die neuen Zuschüsse sollen klimafreundliche Heizlösungen für Haushalte ohne Fernwärmeanschluss zugänglicher machen. Da der Großteil der Einfamilienhäuser im Land betroffen ist, könnte das Programm eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele spielen. Die Förderung steht ab sofort allen zur Verfügung, die bereit sind, umzurüsten.