11 February 2026, 22:39

Schock in Mainzer Kita: Mädchen von Jungen zu sexualisierten Handlungen gezwungen

Zwei Kinder liegen auf einem Bett mit Kissen und Decken, umgeben von Vorhängen und einer Wand im Hintergrund, mit dem Text "Für ihre Kinder" oben und unten auf dem Bild.

Schock in Mainzer Kita: Mädchen von Jungen zu sexualisierten Handlungen gezwungen

Schwere Vorwürfe in einer Mainzer Kita: Mädchen sollen von Jungen zu sexualisierten Handlungen gezwungen worden sein

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In einer Mainzer Kindertagesstätte sind schwere Vorwürfe aufgetaucht: Mehrere junge Mädchen sollen dort über Monate hinweg von gleichaltrigen Jungen zu sexualisierten Handlungen gezwungen worden sein. Die Ermittlungen gegen die Kinder wurden zwar eingestellt, doch die Behörden prüfen weiterhin mögliches Fehlverhalten des Personals.

Die Vorfälle ereigneten sich demnach im Außenbereich der Einrichtung, wo ein hohes Baumhaus mit nur einem Ausgang stand. Mindestens sechs Mädchen im Alter von vier und fünf Jahren sollen dort gezwungen worden sein, sich auszuziehen und vor drei Jungen sexualisierte Handlungen auszuführen. Einer der Jungen soll dabei eine führende Rolle eingenommen haben.

Eltern der betroffenen Kinder werfen der Kita vor, die Vorfälle zunächst heruntergespielt oder nicht vollständig offengelegt zu haben. Verärgert über mangelnde Aufarbeitung zogen sie ihre Kinder aus der Einrichtung ab und kündigten die Verträge. Einige haben inzwischen Plätze in anderen Kitas gefunden.

Die Staatsanwaltschaft Mainz und das Landesjugendamt Rheinland-Pfalz untersuchten den Fall, sahen jedoch keine hinreichenden Gründe für eine strafrechtliche Verfolgung der Mitarbeiter oder der Leitung. Während das Verfahren gegen die Jungen wegen ihres Alters und fehlender Strafmündigkeit eingestellt wurde, prüfen die Ermittler weiterhin, ob die Kita ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen ist. Die beschuldigten Jungen blieben nach Bekanntwerden der Vorwürfe vorübergehend zu Hause.

Aktuell werden keine strafrechtlichen Schritte gegen das Personal eingeleitet. Die Eltern zeigen sich jedoch weiterhin unzufrieden: Sie kritisieren, ihre Töchter seien mit Vorwürfen der Mitschuld konfrontiert worden, und es habe niemand die volle Verantwortung übernommen. Die Einrichtung bleibt geöffnet, doch mehrere Familien haben sie verlassen und suchen nach alternativer Betreuung.