Schüler möchten das Image der problematischen Schule verbessern - Schüler drehen Imagefilm nach Skandalen an Ludwigshafener Realschule
In Rheinland-Pfalz ist eine Präventionsinitiative gestartet worden, um die Aufsicht an Schulen zu stärken. Anlass ist eine Reihe von Vorfällen an der Ludwigshafener Karolina-Burger-Realschule plus, die in den vergangenen Monaten verstärkt in die Kritik geraten ist. Nun unternehmen Schülerinnen und Schüler der Schule Schritte, um das Image ihrer Bildungseinrichtung wieder aufzubessern – mit einem Film, an dem sich jede Klasse beteiligt.
Die Schule war zuvor durch Polizeieinsätze in die Schlagzeilen geraten, unter anderem wegen des Einsatzes von Reizgas und Berichten über einen angeblichen Messerangriff. Als Reaktion darauf führte das Land umfassende Maßnahmen ein, um die Sicherheit und Betreuung an Bildungseinrichtungen landesweit zu verbessern.
Das Imagefilm-Projekt, das von einer externen ehrenamtlichen Trainerin geleitet wird, soll die Schule in einem positiven Licht präsentieren. Für die Produktion wurden keine öffentlichen Mittel aus dem Bildungsministerium bereitgestellt. Stattdessen übernimmt das Startchancen-Programm, das sich für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzt, die Kosten. Die genauen Ausgaben wurden von offizieller Seite nicht genannt, doch es wurde bestätigt, dass eine branchenübliche Rechnung beglichen werde.
Die AfD-Fraktion im Landtag hat die Initiative kritisiert und eine Sondersitzung des Bildungsausschusses gefordert. Im Mittelpunkt ihrer Forderung steht die Klärung, wie öffentliche Gelder für den Film verwendet werden. Das Startchancen-Programm hat unterdessen bereits andere Projekte finanziert, etwa einen Zuschuss in Höhe von 650.000 Euro für eine neue Mensa an der Trierer Matthias-Grundschule – Teil einer Gesamtinvestition von 1,28 Millionen Euro. Landesweit stellt das Programm in der aktuellen Förderrunde 132 Millionen Euro bereit, von denen 200 Schulen profitieren.
Das Filmprojekt an der Karolina-Burger-Realschule plus wird wie geplant aus Mitteln des Startchancen-Programms finanziert. Die Forderung der AfD nach mehr Transparenz bei den Ausgaben bleibt vorerst unbeantwortet, während die übergreifende Initiative weiterhin Schulen in ganz Rheinland-Pfalz unterstützt. Die Fertigstellung des Imagefilms und seine Auswirkungen auf den Ruf der Schule werden mit Spannung erwartet.