13 April 2026, 08:15

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Bundesrentenfonds für Start-up-Investitionen

Alter deutscher Regierungsaktienchein mit rotem Stempel, gedrucktem Text und numerischen Markierungen auf altem Papier.

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Bundesrentenfonds für Start-up-Investitionen

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um ein kapitalgedecktes Rentensystem innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland einzuführen. Der Vorschlag sieht einen neuen "Bundesrentenfonds" vor, der gezielt Investitionen in Start-ups und Wachstumsunternehmen fördern soll. Falls das Vorhaben umgesetzt wird, würde es an die jüngsten Rentereformen anknüpfen und sich in die übergeordneten sozialdemokratischen Politikziele einfügen.

In ihrem Positionspapier skizzieren die Abgeordneten eine schrittweise Einführung des Systems, beginnend als freiwilliges Angebot für betriebliche und private Altersvorsorge. Langfristig soll es schrittweise auch die gesetzliche Rente mitfinanzieren. Der Fonds könnte bis zu fünf Prozent seines Vermögens in Start-ups oder europäische Unternehmen investieren, die sich auf einen Börsengang vorbereiten.

Zudem sollen regulatorische Hürden abgebaut werden, um Versicherungen und Pensionskassen zu höheren Investitionen zu motivieren. Privatpersonen erhalten über neue Tranchen in Dachfonds leichteren Zugang zu Wachstumsunternehmen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die bestehende WIN-Initiative der SPD zu beschleunigen, deren Volumen bis 2030 auf 25 Milliarden Euro anwachsen könnte – mehr als das Doppelte des ursprünglichen Ziels von 12 Milliarden Euro.

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Der Vorschlag steht im Einklang mit der umfassenderen Start-up-Strategie von SPD-Chef Lars Klingbeil, die auch Steuererleichterungen für Forschung und Entwicklung vorsieht. Er folgt auf die jüngste Verabschiedung der Reformen zur privaten Altersvorsorge im Bundestag und fällt in eine Phase, in der die Partei ihr Reformprogramm finalisiert.

Ziel des Plans ist es, das deutsche Rentensystem zu stärken und gleichzeitig mehr Kapital in Start-ups und aufstrebende Unternehmen zu lenken. Bei Umsetzung würden das Fondswachstum und die regulatorischen Anpassungen sowohl institutionellen als auch privaten Anlegern neue Investitionsmöglichkeiten eröffnen. Die nächsten Schritte hängen von internen SPD-Beratungen und der gesetzgeberischen Zustimmung ab.

Quelle