SPD-Spitzenpolitikerin fordert AfD-Verbot nach Albigs Minderheitsregierungs-Vorstoß
Jonas KrausSPD-Spitzenpolitikerin fordert AfD-Verbot nach Albigs Minderheitsregierungs-Vorstoß
Eine führende Vertreterin der SPD hat einen früheren Ministerpräsidenten scharf kritisiert, nachdem dieser eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD ins Spiel gebracht hatte. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, verurteilte den Vorstoß von Torsten Albig, Minderheitsregierungen mit Duldung der AfD zu prüfen. Sie bezeichnete den Vorschlag als inakzeptabel und gefährlich für die Demokratie.
Torsten Albig, ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, hatte SPD-Mitglieder aufgefordert, über die Bildung von Minderheitsregierungen mit Tolerierung durch die Alternative für Deutschland (AfD) nachzudenken. Sein Vorstoß löste umgehend heftige Kritik innerhalb der Partei aus.
Midyatlı reagierte mit scharfen Worten und bezeichnete die AfD als „unmenschlich und demokratiefeindlich“. Sie gelobte, die Partei „jederzeit und überall“ zu bekämpfen – als grundlegenden Bestandteil ihrer politischen Haltung. Ihre Kritik ging noch weiter: Sie forderte eine dringende Prüfung, ob die AfD mit dem Grundgesetz vereinbar sei.
Die stellvertretende Parteichefin blieb nicht bei rechtlichen Forderungen stehen. Sie sprach sich für ein vollständiges Verbot der AfD aus und argumentierte, deren Politik und Rhetorik stellten eine grundsätzliche Bedrohung für die demokratischen Werte dar.
Midyatlıs Äußerungen unterstreichen die klare Ablehnung der SPD gegenüber jeder Form der Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Partei. Der Streit zeigt, wie tief die Spaltungen innerhalb der Debatte sind, wie mit dem wachsenden Einfluss der AfD in der deutschen Politik umgegangen werden soll. Die Partei steht nun unter Druck, ihre Haltung zu möglichen Bündnissen mit extremistischen Gruppen klar zu definieren.






