Steffen Baumgart kehrt mit Union Berlin zu seinem Traumverein HSV zurück
Lukas BauerWiedervereinigung bringt Freude: Baums Rückkehr nach Hamburg - Steffen Baumgart kehrt mit Union Berlin zu seinem Traumverein HSV zurück
Steffen Baumgart steht vor dem ersten Aufeinandertreffen mit seinem ehemaligen Verein, dem Hamburger SV, seit seinem Abschied. Der Trainer von Union Berlin kehrt mit gemischten Gefühlen, aber ohne Bitterkeit in die Hansestadt zurück. Sein altes Team, das inzwischen unter Merlin Polzin steht, hat sich seit seinem Weggang positiv entwickelt.
Baumgart übernahm den HSV Anfang 2024 mit dem Auftrag, den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Nach neun Monaten, als der Verein auf Platz acht stand, wurde er entlassen. Die damalige Führung um Stefan Kuntz und Claus Costa sah die sportliche Entwicklung des Teams als stagnierend an.
Sein Nachfolger, Co-Trainer Merlin Polzin, führte den Verein noch in der Saison 2023/24 zurück in die erste Liga. Seitdem hat sich der HSV stabilisiert: Anfang 2026 ist die Mannschaft seit vier Spielen ungeschlagen und belegt einen Platz im Mittelfeld der Tabelle. Baumgart hat die Erfolge seines Ex-Klubs aufmerksam verfolgt und dem Team zum Aufstieg gratuliert.
Trotz seines Abgangs hegt Baumgart keine Groll. Die Entscheidungen, die nach seiner Entlassung getroffen wurden – die Beförderung Polzins und die Vertragsverlängerung mit Loïc Favé – hält er im Nachhinein für richtig. Selbst ein verpasstes Spiel gegen Eintracht Frankfurt wegen einer Sperre bedauert er noch immer, ein Zeichen für seine anhaltende Verbundenheit mit dem Verein.
Mittlerweile in Berlin mit seiner Familie angekommen, bezeichnet Baumgart Union als seine "zweite Fußballliebe". Dennoch gibt er zu, dass das bevorstehende Spiel gegen den HSV emotional werden wird. Die Partie hat für ihn eine besondere Bedeutung – war der Klub doch einst sein "Traumverein".
Unter Polzin hat der HSV die Erwartungen, die noch zu Baumgarts Amtszeit galten, übertroffen. Der Verein steht nun gefestigt in der Bundesliga, während sich Baumgart als Gegner auf die Begegnung vorbereitet. Für ihn ist das Spiel eine Gelegenheit, die Vergangenheit zu reflektieren und gleichzeitig die Zukunft von Union Berlin in den Fokus zu nehmen.
