Steinmeier startet ersten Ehrenamtstag zum Jubiläum des Grundgesetzes
Niklas NeumannSteinmeier startet ersten Ehrenamtstag zum Jubiläum des Grundgesetzes
Bundespräsident Steinmeier startet ersten „Ehrenamtstag“ zum Jubiläum des Grundgesetzes
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den ersten bundesweiten Ehrenamtstag ins Leben gerufen, um an den Jahrestag des Grundgesetzes, der deutschen Verfassung, zu erinnern. Die Initiative soll junge Menschen dazu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren – und zwar ohne langfristige Verpflichtungen. Steinmeier betonte, dass Demokratie dann gedeiht, wenn Bürgerinnen und Bürger sich aktiv in ihre Gemeinschaft einbringen.
Der neue Ehrenamtstag fällt mit dem Jubiläum des Grundgesetzes zusammen, das Steinmeier als „Grundpfeiler des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ in Deutschland bezeichnete. Er lehnte jedoch Forderungen ab, den 23. Mai zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären. Stattdessen solle Demokratie durch Taten statt durch Freizeit gefeiert werden.
Um den Geist gemeinschaftlichen Handelns zu veranschaulichen, besuchte Steinmeier den Prinzessinnengarten, eine urbanen Gemeinschaftsgarten in Berlin. Dort pflanzte er Zucchinisetlinge und erntete Spinat – und zeigte so, wie kleine Beiträge Großes bewirken können. Später erklärte er, dass solche gemeinsamen Erlebnisse demokratische Werte stärken und Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen.
Steinmeier hofft, dass der Ehrenamtstag zu einer jährlichen Tradition wird und junge Menschen dazu anregt, sich in freiwilligen Tätigkeiten auszuprobieren. Besonders zugängliche Formen des Engagements wie Online-Nachhilfe wurden als Beispiele genannt. Seine Vision ist es, dass der Tag zu einer bundesweiten Bewegung wird, bei der Bürgerinnen und Bürger das Grundgesetz durch ihr Mitwirken in Gemeinschaftsprojekten ehren.
Die Initiative zielt darauf ab, nachhaltiges Engagement unter jungen Freiwilligen zu fördern. Durch den Fokus auf praktische Mitgestaltung will Steinmeier sicherstellen, dass die Prinzipien des Grundgesetzes durch aktive Bürgerschaft lebendig bleiben. Sein Besuch im Prinzessinnengarten stand symbolisch dafür, wie schon einfache Handlungen demokratische Verbundenheit stärken können.






