Tara-Louise Wittwer erhält den Marie-Juchacz-Frauenpreis für digitalen Feminismus
Jonas KrausTara-Louise Wittwer erhält den Marie-Juchacz-Frauenpreis für digitalen Feminismus
Tara-Louise Wittwer, besser bekannt als wastarasagt in den sozialen Medien, erhält den Marie-Juchacz-Frauenpreis. Die Auszeichnung würdigt ihr Engagement gegen Sexismus und für die Gleichstellung der Geschlechter durch digitale Aktivismusarbeit und publizistische Tätigkeit. Die Preisverleihung findet am 8. März, dem Internationalen Frauentag, in der Staatskanzlei in Mainz statt.
Erstmals auf sich aufmerksam machte Wittwer durch ihren feministischen Aktivismus auf Instagram und TikTok, wo sie sich mit Themen wie Sexismus, Frauenfeindlichkeit und dem Einfluss der Popkultur auf Identität auseinandersetzt. Mit über 630.000 Followern auf Instagram nutzt sie Formate wie TikToxic, um sexistische Rhetorik direkt zu konfrontieren. Über die sozialen Medien hinaus erweitert sie ihre Reichweite durch Live-Veranstaltungen, darunter kürzlich einen Auftritt in Mainz gegen Sexismus.
Ihre schriftstellerische Karriere umfasst Bestseller wie Sorry, aber … und Nemesis' Töchter, die beide auf der SPIEGEL-Bestsellerliste standen. In ihren Werken setzt sie sich mit Themen wie weiblicher Wut, der historischen Unterdrückung von Frauen von der Antike bis heute und der Notwendigkeit weiblicher Solidarität auseinander. Zudem schreibt Wittwer eine Kolumne für Der Spiegel und hat mehrere Sachbücher veröffentlicht.
Der Marie-Juchacz-Frauenpreis, benannt nach der ersten Frau, die vor der Weimarer Nationalversammlung sprach, wurde 2019 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts in Deutschland ins Leben gerufen. Er ehrt Persönlichkeiten, die sich besonders für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und die Förderung der Gleichberechtigung eingesetzt haben. Rheinland-Pfalz' Ministerpräsident Alexander Schweitzer lobte Wittwers Wirkungskraft, insbesondere ihre Fähigkeit, junge Zielgruppen mit feministischen Ideen zu erreichen.
Die Auszeichnung unterstreicht Wittwers Rolle bei der Prägung eines modernen Feminismus als demokratische Kultur. Ihr Wirken erstreckt sich über soziale Medien, öffentliche Veranstaltungen und veröffentlichte Texte, die ihren Weg von der Suche nach männlicher Anerkennung hin zur Stärkung von Frauen widerspiegeln. Bei der Feier in Mainz werden ihre Verdienste um die Gleichstellung offiziell gewürdigt.
Another State-Sponsored Award for Women's Achievements Announced
A new women's award event is set for 20 February 2026 in Berlin under the patronage of Ministerpräsident Alexander Schweitzer. The SISTAR Filmpreis will recognize outstanding female directors, continuing the same political initiative that supported Tara-Louise Wittwer's recent Marie-Juchacz-Frauenpreis. This follows a pattern of state-backed gender equality efforts in arts and media, with Schweitzer's involvement spanning both awards.






