Tarifstreit im Verkehrssektor: Verdi und koveb verhandeln über neuen Vertrag in Rheinland-Pfalz
Emma WernerTarifstreit im Verkehrssektor: Verdi und koveb verhandeln über neuen Vertrag in Rheinland-Pfalz
Tarifvertrag für den privaten Verkehrssektor in Rheinland-Pfalz ausgelaufen
Der Tarifvertrag für den privaten Verkehrssektor in Rheinland-Pfalz endete am 31. Dezember 2023. Die Gewerkschaft Verdi hatte dem Verkehrsunternehmen koveb bereits im November vorgeworfen, gegen die Vereinbarungen verstoßen zu haben. Nun stehen die Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag bevor.
Im November 2023 warf Verdi dem Unternehmen vor, die Bedingungen des bestehenden Tarifvertrags nicht erfüllt zu haben. koveb wies diese Vorwürfe zurück: Geschäftsführer Hansjörg Kunz betonte, man habe die Regelungen korrekt umgesetzt.
2022 hatte koveb für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Inflationsausgleichsprämie eingeführt. Zudem gewährte das Unternehmen übertarifliche Leistungen wie eine tägliche Präsenzprämie und vergünstigte ÖPNV-Tickets. Der jährliche Bonus war auf 25 Prozent gedeckelt und wurde mit einer bestehenden Treueprämie verrechnet.
Die Auszahlung der 2022er-Boni erfolgte früher als gesetzlich vorgeschrieben. Die diesjährige Gesamtausschüttung lag über dem Jahresbonus des auslaufenden VAV-Tarifvertrags. Dennoch sieht sich das Unternehmen finanziellen Belastungen ausgesetzt – unter anderem durch unzureichende öffentliche Förderung des Nahverkehrs.
Die erste Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag ist für den 18. Dezember 2023 angesetzt. Finanzielle Spielräume und Förderlücken werden die Gespräche prägen. Nun müssen beide Seiten eine Einigung über die Nachfolgeregelung des ausgelaufenen Vertrags finden.






