29 March 2026, 02:21

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Importe belasten den Konzern

Eine Liniengrafik, die Trends in der US-Öl/Petroleum-Produktion, -Importen und -Exporten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Importe belasten den Konzern

Aktie von Thyssenkrupp erreicht neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro

Der Kurs der Thyssenkrupp-Aktie ist auf ein neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro gefallen – ein Rückgang von fast 44 Prozent seit dem Höchststand im Oktober. Der Industriekonzern kämpft mit den Folgen stark gestiegener Ölpreise und billiger Importe, die die Stahlproduktion in Europa unter Druck setzen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Allein im vergangenen Monat verlor das Unternehmen rund 31 Prozent an Börsenwert. Ein Hauptgrund sind die explodierenden Ölpreise: Die Nordsee-Sorte Brent notiert derzeit bei etwa 113 US-Dollar pro Fass, während OPEC-Öl auf 143 Dollar geklettert ist. Diese Preissprünge folgen auf einen abrupten Anstieg um 15 Prozent am vergangenen Freitag, als Brent fast 94 Dollar erreichte – der höchste Stand seit zwei Jahren. Auslöser waren Befürchtungen einer Zuspitzung der Iran-Krise.

Thyssenkrupp reagiert mit einer Ausweitung der Produktionskürzungen am französischen Standort. Gleichzeitig klafft auf dem globalen Ölmarkt eine tägliche Lücke von etwa 11 Millionen Barrel. Die deutsche Regierung arbeitet an einem Entlastungspaket für Spritpreise und plant, Teile der nationalen Ölreserven freizugeben, um die Lage zu entspannen.

Bundeskanzler Friedrich Merz stellte zudem den gesetzlich festgelegten Kohleausstieg bis 2038 infrage und deutete mögliche Kurskorrekturen in der Energiepolitik an. Die billigen Importe belasten zusätzlich die europäischen Standorte von Thyssenkrupp und verschärfen die finanziellen Folgen der hohen Energiepreise.

Der anhaltende Kursverfall der Aktie spiegelt die größeren Herausforderungen in den Bereichen Energie und Handel wider. Angesichts der weiterhin volatilen Ölpreise und laufender Produktionskürzungen bleibt die finanzielle Perspektive von Thyssenkrupp angespannt. Regierungsmaßnahmen könnten zwar kurzfristig Entlastung bringen – die langfristigen Auswirkungen bleiben jedoch ungewiss.

Quelle