Trigema-Erbin warnt vor explodierenden Lohnnebenkosten und kritisiert Bonus-Pläne
Lukas BauerTrigema-Erbin warnt vor explodierenden Lohnnebenkosten und kritisiert Bonus-Pläne
Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat ihre Sorgen über steigende Geschäftskosten und die Steuerpolitik geäußert. Sie warnte, dass die stark ansteigenden Lohnnebenkosten für Unternehmen bald nicht mehr tragbar sein könnten. Gleichzeitig zeigt sie sich zurückhaltend gegenüber jüngsten Regierungsvorschlägen, darunter ein steuerfreier Bonus für Arbeitnehmer.
Grupp kritisierte den neu beschlossenen steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Beschäftigte als problematisch. Ihrer Meinung nach wecke dies unrealistische Erwartungen bei den Arbeitnehmern, ohne die tieferliegenden finanziellen Belastungen der Unternehmen zu lösen.
Auf die Frage nach den Plänen von Trigema bestätigte sie, dass das Unternehmen noch prüfe, ob der Bonus gewährt werde. Eine endgültige Entscheidung stehe noch aus, da die Führungsebene weiterhin die Auswirkungen abwäge.
In der allgemeinen Steuerpolitik zeigte sich Grupp etwas kompromissbereit. Sie deutete an, dass eine leichte Erhöhung des Spitzensteuersatzes akzeptabel sein könnte – allerdings nur, wenn sie durch Entlastungen in anderen Bereichen ausgeglichen werde. Ihre Haltung spiegelt die wachsende Sorge über die finanzielle Belastung der Arbeitgeber wider.
Grupps Äußerungen unterstreichen die Spannung zwischen der Unterstützung der Beschäftigten und der Bewältigung der Betriebskosten. Die Modererbin schließt künftige Steueranpassungen nicht aus, sofern sie mit ausgleichenden Maßnahmen verbunden sind. Vorerst bleibt die Position von Trigema zum 1.000-Euro-Bonus jedoch in der Prüfung.






