21 April 2026, 18:20

Türkischer Bund wirft Kriminalstatistik 2025 Rassismus und Manipulation vor

Menschen mit einem Banner "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" und einer Flagge, mit Straßenlaternen, Bäumen, Kränen, einem Gebäude und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Türkischer Bund wirft Kriminalstatistik 2025 Rassismus und Manipulation vor

Türkischer Bund in Deutschland kritisiert Kriminalstatistik als "rassistisch"

Der Türkische Bund in Deutschland hat die neueste Kriminalstatistik der Bundesregierung scharf kritisiert und deren Interpretation als "rassistisch" bezeichnet. Die Vereinigung wirft der Regierung vor, die Zahlen seien irreführend und spiegelten weder die tatsächlichen Kriminalitätstrends noch deren Ursachen wider.

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Innenminister Alexander Dobrindt sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, die Daten aus politischen Motiven gezielt aufbereitet zu haben. Der Verband argumentiert, dass nicht die reale Kriminalitätslage, sondern polizeiliche Erfassungsmethoden die gemeldeten Fallzahlen prägen.

Geringerer Rückgang bei schweren Straftaten

Insgesamt sank die registrierte Kriminalität in Deutschland 2025 um 5,6 Prozent auf etwa 5,5 Millionen Delikte. Trotz dieses Rückgangs stiegen schwere Straftaten jedoch deutlich an: Die Zahl der Morde und Totschläge erhöhte sich um 6,5 Prozent, Vergewaltigungen und andere schwere Sexualdelikte sogar um 8,5 Prozent.

Messattacken blieben auf hohem Niveau – mit rund 29.000 erfassten Fällen, was einem Durchschnitt von etwa 80 Vorfällen pro Tag entspricht. Bei den Tatverdächtigen waren Nichtdeutsche überproportional vertreten, insbesondere bei Gewaltdelikten: Ihre Beteiligungsquote lag 2,6-mal höher als die von deutschen Staatsbürgern. Die am häufigsten erfassten ausländischen Staatsangehörigkeiten stammten aus der Türkei, Syrien, Rumänien, der Ukraine, Polen und Afghanistan.

Strukturelle Verzerrungen statt realer Kriminalität?

Der Türkische Bund stellt die Aussagekraft dieser Statistiken infrage. Migrantinnen und Migranten würden demnach häufiger angezeigt, was die Daten verzerre. Zudem verwies die Vereinigung auf strukturelle Faktoren wie polizeiliche Schwerpunktsetzungen, die die Zahlen stärker beeinflussten als das tatsächliche kriminelle Verhalten.

Im Kern geht es um die Frage, ob die Kriminalstatistik die Realität abbildet oder vielmehr Erfassungsverzerrungen widerspiegelt. Während der Türkische Bund der Regierung vorwirft, mit den Zahlen eine spaltende Erzählung zu bedienen, betont diese, die Daten böten eine sachliche Grundlage für politische Entscheidungen.

Quelle