28 April 2026, 06:22

Urteil im Fall homophober Erpressungen durch Dating-App-Falle erwartet

Plakat mit fetter schwarzer Schrift, die "Rape Ain't Right: Sexual Assault is a Serious Issue" auf einem weißen Hintergrund mit einem schwarzen Rahmen reads.

Urteil im Fall homophober Erpressungen durch Dating-App-Falle erwartet

Am kommenden Dienstag um 9:00 Uhr wird das Urteil im Prozess gegen sechs Angeklagte vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) verkündet. Der Gruppe wird schwere räuberische Erpressung vorgeworfen, wobei sie gezielt schwule Männer über Dating-Apps ins Visier nahm. Wegen des jugendlichen Alters einiger Angeklagter fanden große Teile der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Im Mittelpunkt des Falls stehen drei junge Erwachsene und drei Jugendliche, die mutmaßlich gefälschte Profile auf Dating-Plattformen erstellt haben sollen. Sie lockten ihre Opfer an abgelegene Orte, raubten sie aus, griffen sie körperlich an und setzten sie homophoben Beleidigungen aus. Laut Staatsanwaltschaft dokumentierte die Gruppe ihre Taten systematisch.

Ermittler fanden keine Hinweise darauf, dass die Straftaten mit einem organisierten Netzwerk oder einer politischen Ideologie in Verbindung stehen. Der Prozess hat aufgrund der Schwere der Vorwürfe und der Schutzbedürftigkeit der Opfer besondere Aufmerksamkeit erregt. Während die meisten Verhandlungstage nicht öffentlich waren, wird die Urteilsverkündung in einer öffentlichen Sitzung stattfinden.

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Die Entscheidung des Gerichts setzt den Schlusspunkt unter einen Fall, der die Gefahren gezielter Gewalt gegen LGBTQ+-Personen deutlich gemacht hat. Das Urteil wird über die rechtlichen Konsequenzen für die sechs Angeklagten entscheiden, deren Taten als vorsätzlich und grausam beschrieben wurden. Die Begründung des Richterspruchs soll kurz nach Ende der Sitzung veröffentlicht werden.

Quelle