Uwe Steimle kehrt mit provokantem Ost-Krimi nach 15 Jahren zurück
Uwe Steimle kehrt nach 15 Jahren Pause zum Krimi zurück – mit „Volkspolizeiruf Tatort Ost“
Der bekannte ostdeutsche Kabarettist Uwe Steimle wagt nach 15 Jahren Abwesenheit ein Comeback im Krimi-Genre – diesmal jedoch nicht bei Polizeiruf 110, sondern mit einer eigenen Serie: Volkspolizeiruf Tatort Ost. Im Mittelpunkt stehen Straftaten gegen Ostdeutsche, oft begangen von Westdeutschen oder Migranten. Die Produktion soll eine Lücke in der regionalen Erzählkultur schließen, nachdem der MDR aufgrund von Budgetkürzungen die Produktion neuer Tatort- und Polizeiruf-Folgen eingestellt hatte.
In der Serie ermittelt Kommissar Bemme, gespielt von Steimle, in Fällen, die sich gegen das „ostdeutsche Volk“ richten. Viele der schwerwiegenden Verbrechen werden in der Handlung Westdeutschen oder Zugewanderten zugeschrieben. Die erste Folge mit dem Titel Mord unter der Windkraftanlage umfasst ungewöhnliche 11.000 Seiten und erzählt von einem verwickelten Kriminalfall mit einem unterirdischen Labyrinth und einem allwissenden Oktopus.
Hinter den Kulissen kam es bei einer Presseveranstaltung zu Spannungen, als Steimle und Drehbuchautor Uwe Tellkamp über Drehbuchänderungen und Zensurvorwürfe aneinandergerieten. Dennoch läuft die Produktion unter der Leitung von Exekutivproduzent Holger Friedrich weiter – dem ehemaligen Verleger der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung. Friedrich verfolgt ehrgeizigere Pläne: Er will eine Streaming-Plattform aufbauen, die sich auf ostdeutsche Inhalte und Themen konzentriert – nach dem Vorbild von Netflix.
Die Serie soll zunächst über ausgewählte Telegram-Kanäle veröffentlicht werden, ein offizielles Veröffentlichungsdatum oder Details zur weiteren Verbreitung stehen jedoch noch aus.
Mit seinem umstrittenen Konzept und prominent besetzten Team dürfte Volkspolizeiruf Tatort Ost für Diskussionen sorgen. Während klassische Krimireihen ihre Produktion zurückfahren, setzt die Serie auf ostdeutsche Perspektiven. Friedrichs Pläne für einen Streaming-Dienst mit ostdeutschem Fokus könnten zudem die Vermittlung regionaler Geschichten nachhaltig verändern.






