Verurteilter Mörder entkommt während Hafturlaubs aus Gefängnis Celle
Niklas NeumannVerurteilter Mörder entkommt während Hafturlaubs aus Gefängnis Celle
Verurteilter Mörder flieht aus Justizvollzugsanstalt Celle während eines begleiteten Ausgangs
Benjamin F., ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, ist während eines überwachten Gefängnisausgangs aus der Justizvollzugsanstalt Celle im niedersächsischen Peine geflohen. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit im Strafvollzug auf – die CDU übt scharfe Kritik an den Umständen der Bewilligung.
Benjamin F. hatte mindestens zehn Jahre seiner Haftstrafe verbüßt und damit die im Niedersächsischen Justizvollzugsgesetz (§ 13) vorgesehene Wartezeit von acht Jahren für unbegleitete Lockerungen erfüllt. Die Behörden hatten ihm zuvor bereits 38 ähnliche Ausgänge genehmigt, da sie von ihm keine Flucht- oder Rückfallgefahr ausgingen.
Während seiner Flucht besuchte er zunächst seine Mutter in Vöhrum, bevor er mit seinem Motorrad floh. Später war er in Italien in einen Verkehrsunfall verwickelt.
Die CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen zeigte sich erschüttert über die Flucht. Sie wirft dem System vor, das Vertrauen der Bevölkerung in den Strafvollzug schwer beschädigt zu haben. Das zuständige Ministerium prüft den Vorfall derzeit. Bisher liegen weder eine offizielle Bewertung noch Änderungen für künftige Verfahren vor. Der Fall hat jedoch Forderungen nach einer Überprüfung der Ausgangsregelungen für hochriskante Häftlinge ausgelöst.






