29 April 2026, 18:19

Vom Gefängnis zum lebendigen Stadtviertel: Braunschweigs Rennelberg bekommt neue Visionen

Offenes Buch mit einer Zeichnung eines Gefängnisgebäudes mit einem großen Eingang und mehreren Fenstern, begleitet von Text, der wahrscheinlich die Struktur und ihre Umgebung beschreibt.

Vom Gefängnis zum lebendigen Stadtviertel: Braunschweigs Rennelberg bekommt neue Visionen

Aus einem ehemaligen Gefängnis in Braunschweig könnte bald ein lebendiges Stadtviertel werden. Studierende der TU Braunschweig haben jetzt frische Entwürfe für die Umgestaltung der Justizvollzugsanstalt Rennelberg und ihrer Umgebung präsentiert. Ihre Ideen könnten die Zukunft des Gebiets prägen – sobald die Stadt ihre Pläne finalisiert und den Verkauf des Geländes abgeschlossen hat.

Das Projekt startete im Dezember 2018, als der Verwaltungsausschuss der Stadt beschloss, einen Bebauungsplan für das Rennelberg-Gelände zu erarbeiten. Seither haben die Studierenden Möglichkeiten erkundet, wie das Gefängnis und das umliegende Areal neu genutzt werden können. Ihre Vorschläge wurden kürzlich im zweiten Obergeschoss des historischen Rathauses ausgestellt, wo sie noch bis zum 20. Mai besichtigt werden können.

Drei Entwürfe stachen im Wettbewerb besonders hervor. Der mit dem ersten Preis ausgezeichnete Entwurf "Von Mauern zu Gemeinschaft" sieht ein offenes Quartier mit einem zentralen Platz als kreativen Campus vor. Der zweitplatzierte Beitrag "Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen" setzt auf den Abbau alter Trennlinien durch die Anlage eines "Klimawald"-Parks. Das drittplatzierte Konzept "Nachbarschaft statt Gefängnis" führt eine neue "Rennelbergtwete"-Straße und einen "Rennelbergplatz" ein, während Teile der bestehenden Gebäude für eine kleinteiligere Bebauung erhalten bleiben.

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Bevor jedoch mit den Arbeiten begonnen werden kann, muss die Stadt den Verkauf des Gefängnisgeländes abschließen. Erst dann werden die Verantwortlichen über ein konkretes Entwicklungskonzept entscheiden. Sobald dieser Schritt getan ist, sollen die Gespräche auf das umliegende Gebiet ausgeweitet werden – die Studierendenentwürfe dienen dabei als wertvolle Diskussionsgrundlage.

Noch in diesem Sommer übernimmt das Gefängnis für kurze Zeit eine neue Rolle als Festivalgelände. Im Juni verwandelt das Theaterformen-Festival die Anlage in einen temporären Kulturort.

Die Entwürfe der Studierenden geben einen Ausblick darauf, was aus dem Rennelberg-Areal werden könnte. Die tatsächliche Umgestaltung hängt jedoch davon ab, dass die Stadt den Grundstücksverkauf abschließt und einen verbindlichen Plan beschließt. Wird das Vorhaben umgesetzt, könnte aus dem ehemaligen Gefängnis ein gemischt genutztes Viertel mit Parks, öffentlichen Plätzen und Begegnungsstätten entstehen.

Quelle