09 March 2026, 10:19

Vom Olympiasieger zum Bürgermeister: Reschs neuer Kampf um Berchtesgaden

Eine Person, die mit den Olympischen Ringen im Hintergrund läuft und die Wörter "Olympische Spiele" darüber geschrieben hat, bewirbt die Olympischen Spiele 1988 in Seoul, Südkorea.

Olympischer Meister Resch kämpft um das Bürgermeisteramt - Vom Olympiasieger zum Bürgermeister: Reschs neuer Kampf um Berchtesgaden

Alexander Resch, ein 46-jähriger ehemaliger Olympionike im Rennrodeln, kandidiert nun für das Amt des Bürgermeisters von Berchtesgaden. Der lokale Politiker, der für die CSU antritt, erreichte die Stichwahl, nachdem er im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit verfehlte. Sein Gegner bei der anstehenden Abstimmung wird der Pädagoge Christoph Angerer sein.

Resch, ein gebürtiger Berchtesgadener, bringt sowohl sportlichen Ruhm als auch politische Erfahrung in den Wahlkampf ein. Parallel dazu tritt der amtierende Bürgermeister Franz Rasp, ebenfalls CSU-Mitglied, in einer separaten Stichwahl für das Amt des Landrats an.

In Berchtesgaden geboren und aufgewachsen, ist Resch vor allem für seine Karriere im Rennrodeln bekannt. Als mehrfacher Weltmeister im Doppelsitzer gewann er 2002 Olympiagold. Nach seinem Rücktritt vom Leistungssport blieb er dem Wintersport verbunden – unter anderem als Vorstandsmitglied im Deutschen Bob- und Schlittenverband für Deutschland.

Nun konzentrieren sich seine politischen Ambitionen auf die kommunale Führung. Im ersten Wahlgang lag Resch zwar vorn, verpasste jedoch die für einen direkten Sieg notwendigen 50 Prozent. Dies führt nun zu einem direkten Duell mit Angerer, der ebenfalls in die Stichwahl einzog.

Die Wahl unterstreicht den anhaltenden Einfluss der CSU in der Region. Parteinahe Persönlichkeiten wie der Landtagsabgeordnete Michael Koller sind in benachbarten Gemeinden wie Ainring stark vertreten. Lokale Wahlen drehen sich oft um Themen wie Infrastruktur und die Förderung von Vereinen, ohne dass sich größere Verschiebungen im politischen Gefüge abzeichnen.

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Gleichzeitig verstärkt Rasps Kandidatur für das Landratsamt die Präsenz der CSU. Sein Stichwahlkampf verläuft parallel zu dem von Resch und festigt die Vorherrschaft der Partei in der Berchtesgadener Politik.

Die Stichwahl wird entscheiden, ob Resch den Schritt von der Sportverwaltung in die kommunale Führung schafft. Ein Sieg würde ihn in die Reihe der vielen CSU-nahen Amtsträger stellen, die die Region geprägt haben. Das Ergebnis wird auch bestimmen, wie lokale Prioritäten – von der Infrastruktur bis zur Vereinsförderung – in den kommenden Jahren gestaltet werden.

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