Wahlfälschungsverdacht erschüttert Schweizer Gemeinde Düdingen nach Kommunalwahlen 2024
Jonas KrausWahlfälschungsverdacht erschüttert Schweizer Gemeinde Düdingen nach Kommunalwahlen 2024
In der Schweizer Gemeinde Düdingen ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf Wahlfälschung, nachdem auf mehreren Dutzend Stimmzetteln ungewöhnliche Handschriftenmuster aufgefallen sind. Die Unregelmäßigkeiten wurden während der Auszählung der Kommunalwahlen im Mai 2024 entdeckt und führten zu einem Strafverfahren durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg.
Erstmals aufmerksam geworden war das Wahlbüro am vergangenen Sonntag, als es auffällig ähnliche Handschriften auf mehreren Stimmzetteln bemerkte. Die Beamten informierten umgehend die Bezirksverwaltung der Region Sense, die den Fall an die Staatsanwaltschaft weiterleitete. Im Mittelpunkt steht der Verdacht auf Stimmenklau – ein in der Schweiz verbotenes Vorgehen, bei dem jemand Stimmzettel anderer Personen sammelt und für diese abgibt.
Der Generalkreis, der Gemeinderat von Düdingen, umfasst 50 Sitze. Bei der diesjährigen Wahl verschob sich die Sitzverteilung im Vergleich zu 2019: Die CVP/BDP gewann zwei Sitze (jetzt 14), die SP legte einen Sitz zu (jetzt 12), während die FDP zwei Sitze verlor (jetzt 6) und die Grünen einen Sitz abgaben (jetzt 3). Die SVP behielt ihren einzigen Sitz. Nun prüfen die Ermittler, ob die mutmaßlichen Manipulationen Einfluss auf das Wahlergebnis gehabt haben könnten.
Gemäß Artikel 282bis des Schweizer Strafgesetzbuchs ist Stimmenklau mit einer Geldstrafe belegt. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, um zu klären, ob während des Wahlvorgangs gegen Gesetze verstoßen wurde.
Das Ergebnis der Untersuchungen wird entscheiden, ob das Wahlergebnis Bestand hat oder nachträglich korrigiert werden muss. Derzeit sichten Wahlbüro und Staatsanwaltschaft die Beweise, um festzustellen, ob tatsächlich Betrug vorliegt. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten die Beteiligten mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
