Wallau-Kurve scheitert vorerst: Bahnprojekt muss von vorne beginnen
Niklas NeumannAntrag für das Schienenprojekt 'Wallauer Spange' abgelehnt - Wallau-Kurve scheitert vorerst: Bahnprojekt muss von vorne beginnen
Railprojekt "Wallau-Kurve" in Deutschland erleidet schweren Rückschlag
Das geplante Schienenprojekt "Wallau-Kurve" in Deutschland hat einen schweren Dämpfer erhalten. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) lehnte den von der DB InfraGo, einer Tochter der Deutschen Bahn, eingereichten Planfeststellungsantrag ab. Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende bezeichnete die Entscheidung als "noch schlimmer als befürchtet" und äußerte tiefe Enttäuschung.
Die Ablehnung erfolgte, nachdem die Behörde den Antrag als "unvollständig" und "überarbeitungsbedürftig" eingestuft hatte. Dennoch bestätigten Beamte, dass die Mängel behoben werden könnten. DB InfraGo soll den überarbeiteten Antrag nun voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 neu einreichen – der Genehmigungsprozess beginnt dann von vorne.
Mende war zuvor versichert worden, dass das Vorhaben zügig vorankommen würde. Doch mit der Ablehnung steht die Zukunft des Projekts nun infrage. Das Bundesbauministerium betonte jedoch erneut die Regierungsabsicht, die Wallau-Kurve zu realisieren.
Ein komplett neues Planfeststellungsverfahren wird erforderlich sein. Nach erneuter Einreichung durchläuft der überarbeitete Antrag dasselbe Prüfverfahren wie zuvor.
Der vorläufige Zusammenbruch des Projekts kommt nach Jahren der Planung und politischer Unterstützung. DB InfraGo muss nun die beanstandeten Punkte ausräumen, bevor ein neuer Anlauf möglich ist. Sollte dies gelingen, könnte die Wallau-Kurve zwar noch verwirklicht werden – Verzögerungen sind jedoch unvermeidbar.
