Wiesbaden feiert Karneval mit Umzügen und skurrilen "Stürmungen" der Ämter
Lukas BauerWiesbaden feiert Karneval mit Umzügen und skurrilen "Stürmungen" der Ämter
Die Region Wiesbaden bereitet sich auf die jährlichen Karnevalsfeiern vor – mit lebhaften Umzügen und skurrilen Bräuchen, die die Straßen erobern. Am Samstag, den 14. Februar, startet um 13:11 Uhr der AKK-Karnevalsumzug am Veitsplatz, gefolgt vom Kinderkarnevalsumzug am Nachmittag. Ein Höhepunkt wird die scherzhafte "Stürmung" der örtlichen Verwaltungsgebäude sein, eine langjährige Tradition in Städten wie Mainz, Kastel und Kostheim.
Die Feierlichkeiten beginnen früh: Um 11:11 Uhr wird symbolisch das Bezirksamt Kastel/Kostheim "gestürmt". Dieser Brauch, der in vielen Orten der Region gepflegt wird, sieht vor, dass Jecken in fröhlicher Stimmung spielerisch die Macht in den Behörden übernehmen. Zwar variiert die Zahl der teilnehmenden Gemeinden, doch der Brauch bleibt ein fester und beliebter Bestandteil der Karnevalskultur.
Um 13:11 Uhr bricht dann der AKK-Karnevalsumzug vom Veitsplatz auf. 53 Gruppen – darunter Vereine, Karnevalsgarden, Spielmannszüge und als Fabelwesen oder skurrile Figuren verkleidete Darsteller – verwandeln die Stadt in ein farbenfrohes und energiegeladenes Spektakel.
Später, um 15:33 Uhr, zieht der Kinderkarnevalsumzug auf seiner eigenen Route durch Wiesbaden. Die Fußgruppen marschieren zum Rathaus, wo eine weitere scheinernste "Stürmung" stattfindet. Bürgermeister Gert-Uwe Mende, bekannt für seine gelassene Art, wird erneut versuchen, die Fassung zu wahren – doch die Erfahrungen der vergangenen Jahre deuten darauf hin, dass ihm das ernste Mienenspiel schwerfallen könnte.
Die Veranstaltungen des Tages bringen die Gemeinden der Region Wiesbaden in einer Mischung aus Tradition und Ausgelassenheit zusammen. Von der spielerischen Übernahme der Ämter bis zum großen Umzug mit Wagen und Kostümgruppen bleibt der Karneval ein lebendiges und tief verwurzeltes Fest. Die Feierlichkeiten gehen wie geplant weiter – und die örtlichen Bräuche halten den Geist der "fünften Jahreszeit" lebendig.
