WM 2022: Brauereien hoffen auf Bierboom trotz fehlender Public-Viewing-Zonen
Emma WernerWM 2022: Brauereien hoffen auf Bierboom trotz fehlender Public-Viewing-Zonen
Deutschlands Brauereien bereiten sich auf Umsatzschub während der FIFA-Weltmeisterschaft vor
Die deutsche Braubranche rechnet in diesem Jahr mit einem Verkaufsaufschwung während der Fußball-WM. Zwar haben frühere Turniere den Bierkonsum stets angekurbelt, doch das wirtschaftliche Ausmaß hängt diesmal von den Leistungen der Nationalmannschaft und dem Sommerwetter ab. Die Brauer begrüßen zwar gelockerte Regeln für öffentliche Übertragungen, doch Herausforderungen bleiben bestehen.
Die Weltmeisterschaft ist seit langem ein zentrales Ereignis für die deutschen Brauereien. 2006 stiegen die Verkäufe um 140 Millionen Liter, 2014 sogar um mindestens zwei Millionen Hektoliter. In diesem Jahr werden jedoch wegen der Zeitverschiebung zu Katar große Public-Viewing-Zonen fehlen.
Der Bierkonsum wird sich voraussichtlich in Biergärten, Kneipen, Restaurants und bei privaten Feiern konzentrieren. Die Branche erwartet eine starke Nachfrage, doch hohe Kosten und gedämpfte Verbraucherstimmung könnten das Wachstum bremsen. Zudem betonen die Brauer, dass vergangene Erfolge keine Garantie für dieses Turnier bieten – die wirtschaftlichen Effekte hängen stark von äußeren Faktoren ab.
Trotzdem birgt die WM für die deutsche Brauwirtschaft ein beträchtliches Verkaufspotenzial. Erfolge der Nationalelf und gutes Wetter könnten den Konsum beflügeln. Ohne große Public-Viewing-Veranstaltungen dürften kleinere Lokale und private Feiern die Nachfrage tragen.






