17 June 2026, 17:19

WM 2026: Wie die Fußball-Weltmeisterschaft deutsche Büros lahmlegt

Weltmeisterschaft kostet deutsche Unternehmen 1,1 Milliarden Euro - das ist, wie viel weniger Deutsche arbeiten

WM 2026: Wie die Fußball-Weltmeisterschaft deutsche Büros lahmlegt

Die laufende Fußball-Weltmeisterschaft wirkt sich auf Arbeitsplätze in ganz Deutschland aus. Mit rekordverdächtigen 104 Spielen, die sich über fast fünf Wochen erstrecken, beginnen viele Partien spät in der Nacht oder früh am Morgen. Dies führt zu Produktivitätsverlusten und möglichen disziplinarischen Problemen bei Mitarbeitenden.

Deutsche Unternehmen rechnen durch das Turnier mit Einbußen von etwa 1,3 Milliarden Euro. Im Schnitt verbringen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 26 Minuten ihres Arbeitstags mit WM-Inhalten. Über die Dauer des Turniers summiert sich das auf rund zwölf Stunden verlorene Arbeitszeit pro Beschäftigtem.

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Weltweit gibt etwa jeder siebte Arbeitnehmer zu, heimlich während der Arbeitszeit Spiele zu verfolgen. Gerichte haben entschieden, dass das Verfolgen der Spiele über Radio in der Regel akzeptabel ist – vorausgesetzt, es stört keine Kollegen. Allerdings garantiert das deutsche Arbeitsrecht kein Recht darauf, Spiele während der Arbeitszeit ohne Erlaubnis zu schauen.

Arbeitgeber können Maßnahmen ergreifen, wenn Beschäftigte nach nächtlichen Spielen zu spät kommen. Wer betrunken zur Arbeit erscheint, nachdem er Spiele verfolgt hat, riskiert, ohne Bezahlung nach Hause geschickt zu werden.

Der verlängerte Spielplan der WM und die späten Anstoßzeiten stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Produktivitätsverluste und mögliche disziplinarische Konsequenzen zeigen die Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Mitarbeitende müssen ihr Interesse am Turnier mit ihren beruflichen Pflichten in Einklang bringen.

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