16 March 2026, 02:14

"Wohnen für Hilfe" in Koblenz verbindet Generationen und schafft Wohnraum ohne Miete

Ein Wohnzimmer in einem Seniorenwohnheim mit Sofas, Sesseln, Tischen, Blumenvasen, Lampen, Teppich, Wandschmuck, einem Bücherregal und Deckenleuchten.

"Wohnen für Hilfe" in Koblenz verbindet Generationen und schafft Wohnraum ohne Miete

Ein einzigartiges Wohnprojekt in Koblenz bringt seit 2016 über 200 Menschen zusammen. Die Initiative "Wohnen für Hilfe" vermittelt Studierende an Bewohner:innen, die im Gegenzug für praktische Unterstützung mietfreie Zimmer anbieten. Nach acht erfolgreichen Jahren wird das Projekt nun mit neuen Partnern ausgebaut.

Gestartet wurde das Vorhaben 2016 als gemeinsame Initiative des Studierendenwerks Koblenz und der Hochschule Koblenz. Das Ziel war klar: Ältere oder beeinträchtigte Bewohner:innen stellen Studierenden kostenlosen Wohnraum zur Verfügung, während diese im Alltag helfen. Bis 2023 entstanden auf diese Weise rund 150 solcher Wohnpartnerschaften – viele davon entwickelten sich zu langfristigen Freundschaften.

Der Austausch ist fair geregelt: Pro Quadratmeter Wohnfläche leisten die Studierenden eine Stunde Hilfe im Monat – sei es beim Einkaufen, im Garten oder einfach durch Gesellschaft. Oberbürgermeister David Langner unterstützt das Projekt seit Beginn an, wirkt als Schirmherr und bleibt aktiv eingebunden.

Nun arbeiten das Studierendenwerk Koblenz und der Caritasverband Koblenz zusammen, um das Angebot weiter zu optimieren. Im Fokus stehen eine bessere Vermittlung der Wohnpartner:innen und individuellere Betreuung. Die erfahrene Projektkoordinatorin Anne Dommershausen begleitet die Übergangsphase, unterstützt von der Caritas-Mitarbeiterin Lara Kiefer in der Anfangszeit.

Das Modell "Wohnen für Hilfe" wächst weiter und schafft praktische Lösungen für Studierende und Bewohner:innen gleichermaßen. Interessierte können sich beim Caritasverband Koblenz melden – telefonisch unter +49 261 579378-21, per E-Mail an [email protected] oder online unter www.caritas-koblenz.de/wfh. Das Projekt bleibt eine bewährte Möglichkeit, generationenübergreifende Verbindungen zu knüpfen.

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