Wolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – Stadt sucht Rettungswege
Die Wolters Brauerei hat Eigenverwaltung beantragt, um ihre Geschäfte eigenständig zu sanieren. Gerüchte über einen drohenden Zusammenbruch machten zwar die Runde, doch die Verwaltung sieht im Unternehmen weiterhin wirtschaftliches Potenzial und eine tragfähige Zukunft. Die Stadt betrachtet die Brauerei als wichtigen Teil des kulinarischen Erbes der Region.
Die CDU-Fraktion im Stadtrat plant, einen Eilantrag einzubringen, um eine Taskforce zur Rettung der Brauerei zu bilden. Dieser Arbeitsgruppe sollen die Geschäftsführung von Wolters, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenvertreter der großen Ratsfraktionen angehören.
Bevor jedoch Gespräche am Runden Tisch stattfinden können, benötigt die Stadt die Ergebnisse der Insolvenzverhandlungen sowie ein klares Konzept für die Fortführung oder Umstrukturierung. Das Rathaus betont, dass es aufgrund von Wettbewerbs- und Beihilferecht nicht direkt in den Prozess eingreifen könne – diese Vorschriften begrenzen die kommunalen Handlungsspielräume bei Finanzkrisen privater Unternehmen.
Die Verwaltung steht weiterhin im Austausch mit der Wolters-Geschäftsführung. Sie zeigt sich offen für erweiterte Gespräche mit Ratsmitgliedern und regionalen Akteuren, doch ihr Einfluss auf die Sanierung bleibt begrenzt. Die Umstrukturierung der Brauerei erfolgt unter eigener Regie. Die Möglichkeiten der Stadt sind rechtlich eng gesteckt, doch sie verfolgt die Entwicklungen genau. Sobald aus dem Insolvenzverfahren eine konkrete Strategie hervorgeht, könnte die Bildung einer Taskforce vorangetrieben werden.
