13 March 2026, 14:22

ZDK reformiert Satzung: Klare Trennung vom ZVK nach monatelangem Machtkampf

Ein Mercedes-Benz A-Klasse Hatchback auf der IAA in Frankfurt, ein schlankes, modernes Design mit glänzender schwarzer Lackierung und Chromakzenten, umgeben von einer Gruppe von Menschen.

ZDK reformiert Satzung: Klare Trennung vom ZVK nach monatelangem Machtkampf

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat seine Satzung grundlegend überarbeitet, um seine Governance-Strukturen neu auszurichten und die Spannungen mit dem Zentralverband Kraftfahrzeugtechnik (ZVK) zu verringern. Die im Januar beschlossenen Reformen folgen auf monatelange juristische Auseinandersetzungen und organisatorische Reibereien zwischen den beiden Verbänden.

Die Änderungen beseitigen gemeinsame Funktionen, schaffen klarere Trennunglinien und führen neue Mitgliedschaftswege für Werkstätten ein, die direkt der ZDK-Zentrale in Bonn unterstellt werden.

Der Konflikt zwischen ZDK und ZVK eskalierte im vergangenen Jahr, als der ZVK ab Oktober 2025 95 Prozent der ZDK-Mitgliedsbeiträge forderte. Der ZDK focht diese Forderung gerichtlich an und schwächte damit die rechtliche Position des ZVK. Bis Januar trieb der ZDK dann die Satzungsreformen voran, um weitere Konflikte zu verhindern.

Nach den neuen Regeln haben Gremien nur noch beratende Funktion. Zudem wird die Praxis der gemeinsamen Besetzung von Führungspositionen beendet; stattdessen gilt nun eine strikte Trennung der beiden Organisationen. Eine zentrale Neuerung reduziert den Einfluss des ZVK: Statt bisher drei garantierten Sitzen und einem Vizepräsidentenposten ist künftig nur noch ein Vertreter aus dem Handwerksbereich vertreten.

Der ZDK hat außerdem direkte Wege für Werkstätten geschaffen, um der Bonner Zentrale beizutreten – ein Schritt, der verhindern soll, dass Innungsverbände organisatorisch abdriften. Personalentscheidungen werden künftig durch demokratische Abstimmungen in der Mitgliederversammlung getroffen und nicht mehr, wie bisher, durch Ernennungen. Der Verband bezeichnete die Situation als ein "bewusst herbeigeführtes Szenario", um eine Spaltung zu erzwingen, und stellt die Reformen als notwendigen Schritt hin zu mehr Transparenz und branchenweiter Ausrichtung dar.

Die Umstrukturierung markiert einen Wandel in der Arbeitsweise des ZDK: Weg von überlappenden Strukturen und widersprüchlichen öffentlichen Stellungnahmen, hin zu klareren Beteiligungsmöglichkeiten für Werkstätten an der Bonner Zentrale und einem demokratischeren Entscheidungsprozess. Die Änderungen treten in Kraft, während der Rechtsstreit um die Gebühren an Dynamik verliert – der ZDK kann nun sein neues Rahmenwerk umsetzen.

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