19 April 2026, 08:15

Autoindustrie stabilisiert sich nach Chipkrise und Nachfrageschwankungen langsam

Ein belebter Markt auf einer Stadtstraße mit Fahrzeugen, Fußgängern und einer Brücke im Hintergrund bei einem teilweise bewölkten Himmel.

Autoindustrie stabilisiert sich nach Chipkrise und Nachfrageschwankungen langsam

Jahre der Umbrüche: Wie sich die Autoindustrie nach Chipkrise und Nachfrageschwankungen stabilisiert

Die Automobilbranche hat in den vergangenen Jahren massive Erschütterungen erlebt – von Halbleitermangel bis zu schwankender Kundennachfrage. Während die Produktion neuer Fahrzeuge 2021 stark einbrach, schnellen die Preise für Gebrauchtwagen aufgrund des knappen Angebots in die Höhe. Anfang 2025 zeigen sich zwar erste Anzeichen einer Beruhigung, doch einige Folgen der Krise wirken noch nach.

Die Pandemie löste ein Chaos in den globalen Lieferketten aus und traf die Automobilhersteller besonders hart. Halbleiterproduzenten verlagerten ihre Kapazitäten zugunsten von Unterhaltungselektronik und IT, sodass der Automobilsektor ohne essenzielle Chips dastand. Die Folge: Werksstillstände, leere Montagebänder und ein Produktionsrückgang von schätzungsweise sieben bis elf Millionen Fahrzeugen allein im Jahr 2021.

Lieferzeiten dehnten sich von sechs auf bis zu achtzehn Monate aus – viele Käufer wichen auf den Gebrauchtwagenmarkt aus. Bei sinkendem Neuwagenangebot stiegen die Preise für Secondhand-Modelle zwischen 2021 und 2022 um etwa 19 Prozent. Besonders gefragte SUVs und Kompaktwagen wie der VW Tiguan, der BMW X1 oder der Audi Q3 behielten ihren Wert besser als die meisten anderen Modelle, getrieben von anhaltender Nachfrage.

2024 erlebte der Gebrauchtwagenmarkt eine Erholung: Die Zahl der Halterwechsel stieg um 7,4 Prozent auf rund 6,48 Millionen Fahrzeuge. Gleichzeitig gingen die Preise zurück – in Deutschland sanken die Durchschnittskosten für Gebrauchtwagen Anfang 2025 um etwa fünf Prozent gegenüber dem Höchststand 2023 und pendelten sich bei etwa 27.800 Euro ein. Auch der Umschlag beschleunigte sich: Fahrzeuge standen im Schnitt nur noch 57 Tage auf den Höfen, verglichen mit 75 Tagen vor der Pandemie.

Elektroautos jedoch verloren schneller an Wert als Benziner oder Diesel. Dreijährige Stromer behielten nur noch etwa die Hälfte ihres Neupreises, während vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor rund 62 bis 63,5 Prozent ihres ursprünglichen Werts hielten.

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Die Automobilbranche hat sich seit dem Höhepunkt der Chipkrise zwar angepasst, doch die Veränderungen bleiben spürbar. Die Gebrauchtwagenpreise sind von ihren Rekordständen zurückgegangen, und die Lagerbestände bei Händlern wechseln schneller den Besitzer. Dennoch zeigt die wertmäßige Kluft zwischen Elektro- und Verbrennern, wie sehr sich das Kaufverhalten noch im Wandel befindet.

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