Berechnungsfehler führt zu Millionen-Überzahlungen an deutsche Beamte im Ausland
Niklas NeumannBerechnungsfehler führt zu Millionen-Überzahlungen an deutsche Beamte im Ausland
Die deutsche Regierung hat aufgrund eines Berechnungsfehlers zu hohe Auslandszulagen an Beamte im Ausland gezahlt. Der Fehler entstand durch falsch eingestufte Zonenstufen, die die zusätzlichen Zahlungen für den Einsatz im Ausland bestimmen. Beamte prüfen nun die Folgen des Patzer.
Ein privates Unternehmen ist für die Berechnung der Zonenstufen zuständig, die sich an Preisunterschieden für Waren und Dienstleistungen sowie an nicht materiellen Faktoren zwischen Berlin und den Auslandsstandorten orientieren. Durch den Fehler wurden die Einstufungen an 71 der 220 Standorte – darunter auch in Litauen – zu hoch angesetzt.
Betroffen war etwa ein Drittel aller Auslandsstandorte. Dadurch kam es zu Überzahlungen in Höhe von rund fünf Millionen Euro. Das Auswärtige Amt hat die Zonenstufen bereits in der diesjährigen Anpassung korrigiert.
Die Behörden entscheiden nun, ob sie Schadensersatz von dem für die Fehlberechnung verantwortlichen Unternehmen fordern. Die korrigierten Zonenstufen sollen weitere Überzahlungen verhindern. Das Auswärtige Amt erwägt rechtliche Schritte, um die verlorenen Gelder zurückzuholen. Der finanzielle Schaden wird auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt.






