Berlin-Neukölln baut für 78 Millionen Euro ein zukunftssicheres Umspannwerk
Jonas KrausBerlin-Neukölln baut für 78 Millionen Euro ein zukunftssicheres Umspannwerk
Neues Umspannwerk in Berlin-Neukölln: 78 Millionen Euro für zukunftssichere Stromversorgung
In Berlin-Neukölln entsteht ein modernes Umspannwerk, das eine veraltete Anlage ersetzen soll. Die Stromnetz Berlin investiert 78 Millionen Euro in das Projekt, das die Stromversorgung für zehntausende Haushalte und Unternehmen langfristig sichern wird. Mit dem offiziellen Spatenstich am 26. März begann die Bauphase.
Das Gelände an der Karl-Marx-Straße blickt auf eine lange Industriegeschichte zurück: Bis in die frühen 1950er-Jahre wurden hier Busse und Straßenbahnen produziert. Seit den 1970er-Jahren beherbergt der Standort ein zentrales Umspannwerk, das den Bezirk mit Strom versorgt.
Die neue Anlage verbindet moderne Ingenieurskunst mit nachhaltigem Design. Rund ein Drittel des bestehenden Komplexes bleibt erhalten und wird umgenutzt. Ein Mulden-Rigolensystem reguliert das Regenwasser, während die Fassade aus Ziegelsteinen mit dunklen Akzenten an den Treppenhäusern gestaltet wird.
Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, erfolgt der Bau in Etappen. Der Rohbau soll bis Ende 2027 fertiggestellt sein, die Innenausstattung beginnt 2028. Die alte Anlage bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb. Die vollständige Umlegung der Kabelverbindungen ist bis Ende 2033 geplant.
Die Inbetriebnahme des neuen Umspannwerks ist für Ende 2031 vorgesehen. Dann wird es die umliegenden Gebiete über Jahrzehnte zuverlässig mit Strom versorgen. Das Projekt vereint Innovation, Nachhaltigkeit und Respekt vor der industriellen Vergangenheit des Standorts.






