Berlin startet erstes voll digitales Zivilverfahren in Deutschland
Ab 15. April startet das Amtsgericht Schönefeld in Berlin Deutschlands erstes voll digitalisiertes Zivilverfahren
Das Amtsgericht Berlin-Schöneberg führt ab dem 15. April als erstes deutsches Gericht ein komplett digitales Zivilverfahren ein. Im Rahmen eines Pilotprojekts werden Zahlungsklagen bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro online abgewickelt. Bisher bietet kein anderes Gericht im Land ein vergleichbares System für Bagatellstreitigkeiten an.
Das neue Online-Verfahren basiert auf dem zwölften Buch der Zivilprozessordnung, das Ende 2025 eingeführt wurde. Ziel ist es, den Zugang zu Gerichten zu erleichtern und die Bearbeitungsdauer von Fällen zu verkürzen. Klagende können Unterlagen einreichen, Beweismittel vorlegen und an Verhandlungen digital teilnehmen.
Zusätzlich werden Videoverhandlungen in Zivilverfahren ausgebaut, um die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Das Gericht erhofft sich durch diese Maßnahmen weniger Verzögerungen und effizientere Abläufe in gerichtlichen Verfahren.
Das Schöneberger Pilotprojekt ist das erste Mal, dass ein deutsches Amtsgericht ein voll digitalisiertes System für Klagen in dieser Höhe testet. Bei Erfolg könnte das Modell künftig von anderen Gerichten übernommen werden.
Ab Mitte April nimmt das digitale System seine Arbeit auf und bearbeitet Streitfälle mit Forderungen bis zu 10.000 Euro. Es bietet eine schnellere Alternative zu herkömmlichen Gerichtsverfahren. Der Ansatz des Gerichts könnte richtungsweisend für umfassendere Reformen im deutschen Ziviljustizsystem sein.






