09 May 2026, 22:14

Biennale Venedig 2025 startet mit Boykott und neuem Publikumspreis

Plakat für Imre Kiralfys Super-Spektakel in Venedig in der Olympia, das kostümierte Künstler vor einem gebogenen und säulengeschmückten Gebäude mit Laternen und Bäumen zeigt, mit einer einzelnen Person und Text.

Biennale Venedig 2025 startet mit Boykott und neuem Publikumspreis

Die Biennale Venedig 2025 hat mit 100 Nationalpavillons und 111 Teilnehmenden unter dem Motto In Moll ihre Tore geöffnet. Die bis zum 22. November laufende Veranstaltung umfasst 31 Begleitausstellungen. Doch die diesjährige Ausgabe wird von einer Kontroverse überschattet: Eine internationale Jury hat einen Boykott gegen zwei teilnehmende Nationen angekündigt.

Die fünfköpfige Jury trat aus Protest gegen die Teilnahme Israels und Russlands zurück. In ihrer Begründung verwiesen die Jurymitglieder auf Vorwürfe wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die gegen die Führung beider Länder erhoben werden. Infolge des Boykotts wurden die Verleihungen des Goldenen Löwen verschoben. Stattdessen führte die Organisationsleitung ein öffentliches Abstimmungssystem ein, die sogenannten Besucher-Löwen.

Die Biennale-Stiftung sowie die italienische Regierung lehnten den Boykott ab. Trotz der Kritik bleiben beide Länder Teil der Ausstellung. Israels Beitrag, Rose des Nichts, wird von Michael Gov gemeinsam mit Avital Bar-Shay und Sorin Heller kuratiert. Der russische Pavillon, Der Baum hat seine Wurzeln im Himmel, steht unter der Leitung von Anastasiia Karneeva.

Portugal ist mit Alexandre Estrelas Projekt RedSkyFalls im Palazzo Fondaco Marcello vertreten. Estrela äußerte öffentlich Kritik an der Teilnahme Russlands und Israels. Daneben präsentieren sich auch Brasilien und Osttimor als Vertreter der lusophonen Welt auf dem Festival.

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Die Biennale 2025 findet nun ohne die ursprüngliche Jury, aber mit dem neuen Publikumsvotum statt. Sämtliche geplanten Ausstellungen – einschließlich der Beiträge Israels und Russlands – werden wie vorgesehen gezeigt. Die Veranstalter haben keine weiteren Änderungen am Programm bekannt gegeben.

Quelle