13 April 2026, 14:22

Brandenburgs neuer Bildungsminister warnt vor Lehrkräftemangel und Schulkrise

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzer Oberfläche.

Brandenburgs neuer Bildungsminister warnt vor Lehrkräftemangel und Schulkrise

Brandenburgs neuer Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) hat vor einer Verschärfung der Krise an den Schulen durch den akuten Lehrkräftemangel gewarnt. Seine Ernennung markiert das erste Mal seit über 30 Jahren, dass die SPD das Bildungsressort nicht mehr kontrolliert. Unterdessen hat das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) seinen ehemaligen Koalitionspartner scharf für vergangene Politikversäumnisse kritisiert.

Hoffmann übernahm das Amt nach Jahrzehnten der SPD-Führung im Bildungsbereich. Als Hauptgrund für die Blockade von Quereinsteigern im vergangenen Schuljahr nannte er Personalabbau. Seiner Ansicht nach haben Haushaltskürzungen – darunter der Wegfall von 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte im Jahr 2025 – die Lage weiter zugespitzt. Die meisten Lehrer müssen seit dem zweiten Halbjahr zudem eine zusätzliche Wochenstunde unterrichten.

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Die BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda wies Hoffmanns Aussagen als "lächerlich" zurück. Sie führte die Probleme im brandenburgischen Bildungssystem auf 30 Jahre falscher Entscheidungen von CDU und SPD zurück. Besonders machte sie die früheren SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach für Stellenstreichungen und steigende Arbeitsbelastungen verantwortlich. Obwohl sie die SPD-Politik früher unterstützt habe, räumte Benda nun ein, dies sei ein Fehler gewesen.

Die Kritik des BSW deutet auf einen klaren Bruch mit dem ehemaligen Verbündeten hin. Benda betonte, die aktuelle Krise sei nicht auf eine kurze Regierungszeit zurückzuführen, sondern auf langjährige Versäumnisse beider großer Parteien.

Der Streit unterstreicht die anhaltenden Spannungen um das brandenburgische Schulsystem. Angesichts schrumpfender Lehrkräftezahlen, höherer Stundenverpflichtungen und knapper Budgets stehen die Schulen unter wachsendem Druck. Hoffmanns Amtszeit beginnt inmitten von Forderungen nach dringenden Reformen und einer Überprüfung der bisherigen Bildungspolitik.

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