26 March 2026, 18:19

Brandenburgs Schulen kämpfen um ihren Unterricht – Lehrermangel erreicht Rekordtief

Eine Menschenmenge mit Fahnen und Plakaten steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit einer Fahne auf der rechten Seite und den Statuen des Tors gegen einen bewölkten Himmel.

Brandenburgs Schulen kämpfen um ihren Unterricht – Lehrermangel erreicht Rekordtief

Brandenburg steht vor dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte – verschärft durch drastische Haushaltskürzungen

Der Haushaltsplan für 2025 streicht 345 Vollzeitstellen im Schulbereich, was die Schulen vor existenzielle Probleme stellt, den Pflichtunterricht überhaupt noch abdecken zu können. Unter Lehrkräften formiert sich Widerstand: Viele arbeiten bereits seit Monaten Überstunden, um die personellen Lücken notdürftig zu schließen.

Die Krise verschärfte sich bereits vor Beginn des neuen Schuljahres, als Brandenburg bereits unter einem akuten Lehrermangel litt. Nun treffen Rekordschülerzahlen auf eine noch weiter ausgedünnte Personaldecke. Bildungsminister Gordon Hoffmann (parteilos), der nach drei Jahrzehnten SPD-Führung das Ressort übernahm, räumt ein, dass er keinen flächendeckenden Unterricht mehr garantieren könne.

Seit Ende vergangenen Jahres müssen die meisten Lehrkräfte eine zusätzliche Wochenstunde übernehmen. Die Kürzungen blockieren zudem die Einstellung von Quereinsteigern – Fachkräften, die aus anderen Berufen in den Schuldienst wechseln und die Not hätten lindern können. Hoffmann kündigte zwar Reformen an, um Lese- und Rechenkompetenzen zu stärken, doch die drängende Frage bleibt: Wie sollen Schulen wie die Ernst-von-Stubenrauch-Grundschule mit ihren 43 Lehrkräften den Betrieb unter diesen verschärften Bedingungen aufrechterhalten?

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Die Lage hat landesweit Empörung ausgelöst. Pädagogen warnen vor dramatischen Folgen für den Unterricht. Ohne schnelle Gegenmaßnahmen könnte Brandenburg im kommenden Jahr selbst grundlegende Bildungsstandards nicht mehr sicherstellen.

Mit den Kürzungen für 2025 erreicht der Lehrkräfteschwund einen historischen Tiefstand. Die Schulen müssen nun steigende Schülerzahlen mit schrumpfendem Personal bewältigen – die Sorge um ausfallenden Unterricht wächst. Hoffmanns Reformpläne zielen zwar auf die Schließung von Kompetenzlücken ab, doch die unmittelbaren Auswirkungen der Sparmaßnahmen werden das System an seine Grenzen bringen.

Quelle