02 April 2026, 12:22

Bundesprogramm verwandelt Büros in Wohnungen – doch die Kosten bleiben ein Problem

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets auf einem Blatt Papier mit beschrifteten Abschnitten, die Gebäude, Straßen und andere Merkmale darlegen.

Bundesprogramm verwandelt Büros in Wohnungen – doch die Kosten bleiben ein Problem

Neues staatliches Förderprogramm: Leerstehende Büros sollen zu Wohnraum umgewandelt werden

Ab Juli 2026 startet ein bundesweites Förderprogramm, das die Umnutzung leerstehender Büroräume in Wohnungen in Deutschlands größten Städten finanziell unterstützt. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Wohnungsnot zu lindern und gleichzeitig die hohen Leerstandsquoten bei Gewerbeimmobilien zu verringern. Investoren können pro Wohneinheit bis zu 30.000 Euro erhalten – ohne Rückzahlungspflicht.

Die Initiative mit dem Namen "Gewerbe zu Wohnen" stellt insgesamt 300 Millionen Euro bereit. Unternehmen können maximal 300.000 Euro pro Projekt beantragen, doch die Umwandlungskosten bleiben eine Hürde. Durch die stark gestiegenen Baukosten der letzten Jahre sind solche Projekte für Entwickler weniger attraktiv geworden.

Laut Schätzungen könnten in den sieben größten Städten Deutschlands rund 11.000 neue Wohnungen in ungenutzten Büroflächen entstehen. Würden alle geeigneten Räume umgewidmet, wären Experten zufolge sogar bis zu 60.000 Wohnungen möglich. Allerdings fehlt es in vielen Bürogebäuden an naher Infrastruktur wie Geschäften oder Schulen, was sie für Wohnzwecke weniger ideal macht.

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Ein weiteres Problem liegt in der Bauweise selbst: Büros sind nicht für Wohnnutzung konzipiert, sodass aufwendige Umbauten wie der Einbau von Küchen, Bädern oder einer ausreichenden Belüftung nötig sind – und das treibt die Kosten in die Höhe. Trotz dieser Herausforderungen fördert das Programm auch klimafreundliche Sanierungen im Rahmen der Umwandlung.

In den vergangenen fünf Jahren hat keine deutsche Stadt ein vergleichbares Förderprogramm aufgelegt. Es handelt sich um den ersten bundesweiten Versuch, die Umnutzung von Gewerbeimmobilien in Wohnraum gezielt zu fördern.

Der Start des Programms ist für Mitte 2026 geplant. Mit finanziellen Anreizen soll es die Wohnungsnot entschärfen, indem Leerstände reduziert und gleichzeitig der Wohnraum erhöht wird. Ob das Vorhaben gelingt, hängt davon ab, ob die Zuschüsse die hohen Umrüstungskosten für Investoren ausreichend ausgleichen.

Quelle