C-Factory: Wie carbonbewehrter Beton die Baubranche nachhaltig revolutionieren soll
Jonas KrausC-Factory: Wie carbonbewehrter Beton die Baubranche nachhaltig revolutionieren soll
Ein neues Projekt will die Baubranche revolutionieren – durch die großtechnische Produktion von carbonbewehrtem Beton. Unter dem Namen C-Factory ist die Initiative offiziell im CUBE-Gebäude der TU Dresden gestartet. Sie verspricht, den Ressourcenverbrauch im Baugewerbe um bis zu 80 Prozent zu senken.
Geleitet wird das Vorhaben vom Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, unterstützt von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und der TU Dresden. In den kommenden vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage, die erprobt werden soll. Die Bundesregierung fördert das Projekt mit rund 14 Millionen Euro.
Carbonbewehrter Beton bietet entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichem stahlbewehrtem Material: Er ermöglicht schlankere, leichtere und langlebigere Bauteile. Damit ließe sich die Umweltbelastung durch Gebäude deutlich verringern – aktuell verursacht der Bausektor 40 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands.
Das Projekt läuft bis Ende 2029 und zielt darauf ab, carbonbewehrten Beton aus den Forschungslabors in die industrielle Serienproduktion zu überführen. Gelingt dies, könnte die C-Factory-Initiative die Art und Weise, wie wir bauen, grundlegend verändern. Die Technologie würde den Materialeinsatz reduzieren, ohne Kompromisse bei Festigkeit und Haltbarkeit einzugehen. Die Pilotanlage in Leipzig markiert den ersten Schritt zur breiten Einführung in der Branche.






