22 March 2026, 16:17

Caritas fordert verbindliche Regeln für klimafreundliches Heizen in Mietwohnungen

Ein hohes Wohnhaus mit zahlreichen Fenstern, Balkonen mit Geländern und Klimaanlagen, umgeben von dichter Vegetation.

Caritas fordert verbindliche Regeln für klimafreundliches Heizen in Mietwohnungen

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Die katholische Wohlfahrtsorganisation Caritas drängt die Bundesregierung, gesetzliche Vorgaben für klimafreundliche Heizsysteme in Mietimmobilien einzuführen. Die Organisation argumentiert, dass ein solcher Schritt die Energiekosten für einkommensschwache Haushalte senken und gleichzeitig die Umwelt entlasten würde. Angesichts steigender Preise und ungleicher Belastung durch Heizkosten ist das Thema aktueller denn je.

Laut dem aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht Deutschlands geben Haushalte mit einem Monatseinkommen unter 1.300 Euro rund zehn Prozent ihres Budgets für Heizung aus. Bei Haushalten mit mehr als 5.000 Euro monatlich liegt der Anteil bei unter fünf Prozent. Diese Diskrepanz zeigt, wie sehr die Energiekosten einkommensschwächere Familien besonders hart treffen.

Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa fordert verbindliche Modernisierungsauflagen für Heizungsanlagen in Mietwohnungen. Langfristig würde dies Mietern stabile, bezahlbare und umweltfreundliche Wärme sichern, so ihre Überzeugung. Der Vorschlag ist Teil einer breiter angelegten Initiative für eine Wärmewende – den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, um das Klima zu schützen und die Abhängigkeit von globalen Ölmärkten zu verringern.

Neben rechtlichen Änderungen plädiert Caritas für eine stärkere Unterstützung bedürftiger Haushalte. Dazu gehören der Ausbau von Beratungsangeboten wie dem Energie-Check sowie Reformen bei Sozialleistungen. Unklar bleibt jedoch, wie viele Wohnungen in Deutschland bereits mit klimaneutralen Heizsystemen ausgestattet sind – und welche kommunalen Vorschriften für Sanierungen bereits existieren.

Der Appell kommt zu einer Zeit, in der die Energiekosten weiter steigen und einkommensschwache Mieter besonders unter Druck setzen. Würden die geforderten Maßnahmen umgesetzt, könnten sie die Nebenkosten senken und den CO₂-Ausstoß reduzieren. Doch ohne belastbare Daten oder bestehende Regularien bleibt der Weg dorthin ungewiss.

Quelle