07 April 2026, 14:32

Deutschland setzt auf Wiederaufbau in Syrien mit Milliardeninvestitionen und neuen Partnerschaften

Altes Buch mit einer detaillierten Karte von Syrien auf einem schwarzen Hintergrund, einschließlich geografischer Merkmale wie Bergen, Flüssen und Städten, begleitet von Text.

Deutschland setzt auf Wiederaufbau in Syrien mit Milliardeninvestitionen und neuen Partnerschaften

Deutschland intensiviert seine Bemühungen, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Syrien auszubauen, während das Land mit dem Wiederaufbau nach dem Krieg beginnt. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche traf sich mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa, um die künftige Zusammenarbeit zu erörtern, und betonte dabei die Hoffnungen auf einen "blühenden Handel" zwischen beiden Nationen. Die Gespräche finden statt, während sich große deutsche Unternehmen und Finanzinstitutionen auf Investitionen in den Wiederaufbau Syriens vorbereiten.

Während des Treffens skizzierte Präsident al-Sharaa die wirtschaftliche Perspektive Syriens und schätzte das diesjährige Bruttoinlandsprodukt auf 60 bis 65 Milliarden US-Dollar. Der Staatshaushalt für 2026 wurde auf 10,5 Milliarden US-Dollar festgesetzt. Diese Zahlen werden vor dem Hintergrund umfassender Wiederaufbaupläne bekannt gegeben – die Weltbank beziffert die Gesamtkosten für den Wiederaufbau Syriens auf etwa 216 Milliarden US-Dollar, wobei allein fast ein Drittel für den Neubau von Wohnraum benötigt wird.

Deutsche Unternehmen sind bereits aktiv geworden: Der bayerische Baustoffhersteller Knauf hat eine Absichtserklärung zum Bau eines Gipswerks in Syrien unterzeichnet. Gleichzeitig prüft Siemens Energy Möglichkeiten zur Modernisierung der Strominfrastruktur des Landes. Helene Rang vom Nah- und Mittelost-Verein (NUMOV) unterstrich das "enorme Potenzial" des syrischen Wiederaufbaus und verwies auf die langjährigen wirtschaftlichen Verbindungen Deutschlands mit der Region.

Auch die deutsche Regierung leistet finanzielle Unterstützung: Die KfW hat seit Anfang des vergangenen Jahres Zuschüsse in Höhe von 119 Millionen Euro für den Wiederaufbau Syriens bewilligt. Darüber hinaus haben Golfstaaten erhebliche Mittel zugesagt – Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar stellen Investitionen von über 28 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die syrische Regierung hat zudem Währungsreformen eingeleitet, darunter die Ausgabe neuer Banknoten und die Streichung von zwei Nullen bei den Stufen, um die Wirtschaft zu stabilisieren.

Das Engagement Deutschlands beim Wiederaufbau Syriens markiert eine Wiederbelebung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Mit der Beteiligung großer Unternehmen und finanzieller Rückendeckung rücken nun Infrastruktur-, Wohnungsbau- und Energieprojekte in den Fokus. Die gemeinsamen Anstrengungen internationaler Investoren und die Reformen Syriens werden die Erholung des Landes in den kommenden Jahren prägen.

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