07 May 2026, 02:18

Eine Million Babyboomer in NRW droht Wohnungsarmut im Rentenalter

Liniengraphik, der die Anzahl der Menschen in Armut und Armutsquote in den USA von 1959 bis 2005 zeigt, mit begleitendem Erklötext.

Eine Million Babyboomer in NRW droht Wohnungsarmut im Rentenalter

Über eine Million Babyboomer in Nordrhein-Westfalen könnten in den nächsten zehn Jahren von Wohnungsarmut betroffen sein. Diese Warnung stammt vom Pestel-Institut, das auf die wachsende finanzielle Belastung von Rentnern hinweist. Gewerkschaftsführer fordern nun dringende Maßnahmen, um die Krise einzudämmen, bevor sie sich weiter verschärft.

Das Problem beschränkt sich jedoch keineswegs auf eine einzelne Region. Bundesweit werden voraussichtlich rund 5,1 Millionen Babyboomer eine gesetzliche Rente von weniger als 800 Euro im Monat erhalten. Angesichts der aktuellen Mietpreise könnte es für viele schwierig werden, sich eine stabile Wohnung leisten zu können. Diese Gruppe macht etwa 40 Prozent der Nachkriegsgeneration aus, die bis 2036 in Rente gehen wird.

Die Lage ist für manche bereits jetzt prekär. Aktuell sind über 760.000 Rentner bundesweit auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – das entspricht etwa 4,3 Prozent aller Ruheständler. Diese Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der bevorstehenden Herausforderung.

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Robert Feiger, Vorsitzender der Gewerkschaft IG Bau, bezeichnet bezahlbaren Wohnraum als „die soziale Frage Nummer eins“. Er betont, dass der Ausbau des Wohnungsangebots nicht nur eine Frage der sozialen Absicherung, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit sei. Aus seiner Sicht könnte mehr Wohnungsbau das Wachstum ankurbeln und gleichzeitig die Belastung für gefährdete Rentner verringern. Feiger drängt die aktuelle Koalition, das Thema mit höchster Priorität anzugehen.

Das Risiko der Wohnungsarmut unter Rentnern wird in den kommenden Jahren stark ansteigen. Ohne einen deutlichen Ausbau bezahlbaren Wohnraums könnte ein großer Teil der alternden Bevölkerung in Deutschland in finanzielle Not geraten. Experten bestehen darauf, dass sofort gehandelt werden muss, um eine Verschärfung der Krise zu verhindern.

Quelle