Eskalation am Bahnhof: Streit um Kinderfotos endet mit Gewalt und Ermittlungen
Jonas KrausEskalation am Bahnhof: Streit um Kinderfotos endet mit Gewalt und Ermittlungen
Am Abend des 11. Mai 2025 kam es am Bahnhof Bad Kreuznach zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Die Bundespolizei griff ein, nachdem eine 44-jährige Afghanin einem 41-jährigen Deutschen vorwarf, ihr Kind ohne Erlaubnis mit dem Smartphone zu fotografieren. Der Streit eskalierte schnell zu einer körperlichen Attacke, woraufhin ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde.
Streifende Beamte wurden auf dem Gleis 1 auf einen lauten Wortwechsel aufmerksam. Die Frau hatte den Mann zur Rede gestellt und verlangt, dass er Fotos löscht, die er von ihrem im Kinderwagen sitzenden Kind gemacht hatte. Als er sich weigerte, riss sie ihm das Handy aus der Hand und warf es auf die Gleise.
Der Mann soll die Frau daraufhin angegriffen haben – mit Schlägen und Tritten. Zwei Zeugen bestätigten ihre Schilderung des Vorfalls. Die Polizei beschlagnahmte das Handy des Mannes und fand darauf tatsächlich Aufnahmen des Kindes; die Löschung verweigerte er jedoch weiterhin. Die Frau und ihr Kind wurden ins Krankenhaus gebracht, nachdem sie über Schwindelgefühle klagte. Der Mann wurde nach der vorläufigen Festnahme am Tatort wieder auf freien Fuß gesetzt. Bundespolizei und die örtliche Staatsanwaltschaft ermitteln mittlerweile wegen Körperverletzung und Verletzung des Persönlichkeitsrechts.
Die Ermittler prüfen nun, ob Anklage erhoben wird. Die Verletzungen der Frau und die Weigerung des Mannes, die Fotos zu löschen, sind zentrale Punkte der laufenden Untersuchungen. Weitere Details wurden bisher nicht bekannt gegeben.
