Friedland bleibt letzte Anlaufstelle für immer weniger Spätaussiedler in Deutschland
Niklas NeumannFriedland bleibt letzte Anlaufstelle für immer weniger Spätaussiedler in Deutschland
Friedland in Niedersachsen bleibt einzige zentrale Anlaufstelle für Spätaussiedler in Deutschland
Die Einrichtung in Friedland ist weiterhin der einzige zentrale Aufnahme- und Registrierungsort für Spätaussiedler, die nach Deutschland kommen. Zudem koordiniert sie Integrationsprogramme, darunter Sprach- und Orientierungskurse. Aktuelle Zahlen zeigen jedoch einen deutlichen Rückgang der Ankünfte im Vergleich zu früheren Jahrzehnten.
Im Jahr 2025 wurden in Friedland 4.238 Spätaussiedler registriert, davon 1.079 aus Kasachstan. Weitere Herkunftsländer waren Russland mit 2.562 Personen, die Ukraine mit 381 sowie Kirgisistan mit 80 Ankünften. Diese Zahlen liegen deutlich unter denen der frühen 2000er-Jahre, als jährlich noch über 38.000 kasachische Spätaussiedler verzeichnet wurden.
In den 1990er- und frühen 2000er-Jahren wanderten Zehntausende Menschen aus Kasachstan nach Deutschland aus. Seitdem sind die jährlichen Zahlen auf wenige Tausend gesunken. 2025 prüften die Behörden 6.209 Anträge auf Anerkennung als Spätaussiedler, doch nur 3.700 wurden bewilligt.
Der Rückgang hält seit etwa 15 Jahren an. Zwar sind die genauen Gründe für diesen Trend unklar, doch spiegelt er eine generelle Abnahme der Spätaussiedler-Zuwanderung aus den ehemaligen Sowjetrepubliken wider.
Friedland bleibt zwar die Hauptankunftsstelle für Spätaussiedler, doch die Zahlen gehen kontinuierlich zurück. Die Einrichtung bleibt zuständig für Registrierung und Integrationshilfen. Angesichts der sinkenden Ankünfte verlagert sich der Fokus nun auf die Bewältigung eines kleineren, aber stetigen Zustroms an Neuankömmlingen.






