Führungswechsel am THEAS-Theater: Claudia Timpner gibt künstlerische Leitung ab
Niklas NeumannFührungswechsel am THEAS-Theater: Claudia Timpner gibt künstlerische Leitung ab
THEAS-Theater kündigt Führungswechsel an: Claudia Timpner gibt künstlerische Leitung zum 1. August 2023 ab
Nach erfolgreicher Führung durch die Pandemie und der Erweiterung des kulturellen Wirkungsbereichs verlässt Claudia Timpner zum 1. August 2023 ihren Posten als künstlerische Leiterin des THEAS-Theaters. Künftig wird sie sich auf eigene kreative Projekte konzentrieren, bleibt dem Ensemble jedoch als Schauspielerin erhalten. Ihre Nachfolgerin wird Kornelia Eng-Huniar, langjähriges Mitglied und ausgebildete Opernsängerin, die die künstlerische Leitung übernimmt.
Timpner hatte 2022 die Geschicke des THEAS-Theaters übernommen und es durch finanzielle Herausforderungen sowie die Folgen der Pandemie gesteuert. Unter ihrer Ägide wuchs das Haus auf etwa 60 bis 70 Aufführungen pro Jahr an, ergänzt durch 20 Workshops, und erreichte damit ein Publikum von rund 3.500 Zuschauern. Trotz konsolidierter Finanzen ist das Theater weiterhin auf Sponsoren und Fördergelder angewiesen, die etwa ein Drittel des jährlichen Budgets decken.
Kornelia Eng-Huniar bringt jahrelange Bühnenerfahrung in ganz Europa mit. Ihr Debüt als künstlerische Leiterin wird die Neuinszenierung von „Please (Do Not) Board“ sein – eine Produktion, die speziell für sehbehinderte Zuschauer adaptiert wurde. Das Stück setzt auf integrierte Audiodeskription, wobei der Erzähler sichtbar auf der Bühne agiert, um Barrierefreiheit für alle zu gewährleisten.
Darüber hinaus will das THEAS-Theater sein Engagement für Kinder und Jugendliche ausbauen. Geplant sind weitere inklusive Projekte, mit denen das Haus an seinen Ruf für künstlerische Experimentierfreude anknüpft.
Der Wechsel markiert einen neuen Abschnitt für das THEAS-Theater, in dem Eng-Huniar die kulturelle Strahlkraft des Hauses bewahren wird. Das Ensemble bleibt seinen Zielen – Zugänglichkeit und Innovation – treu, bleibt dabei aber auf externe Fördermittel für sein ambitioniertes Programm angewiesen. Timpners Rückzug aus der Leitung bedeutet keinen vollständigen Abschied: Sie wird auch künftig als Schauspielerin in Produktionen mitwirken.






