Goslar testet Tempo-30-Zone für mehr Sicherheit und Lebensqualität
Goslar führt ab April Testphase für Tempo-30-Zone ein
Ab dem 9. April startet Goslar ein sechsmonatiges Pilotprojekt für eine Tempo-30-Zone in der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee. Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Lebensqualität im Stadtteil Ohlhof zu verbessern. Die Anwohner unterstützen die Initiative bereits nachdrücklich: 238 von ihnen haben eine Petition für verkehrsberuhigende Maßnahmen unterzeichnet.
In der Testzone gilt die Regelung "Rechts vor Links", sodass Autofahrer Fahrzeuge von rechts passieren lassen müssen. Während der Erprobungsphase werden weder Blitzer noch andere Kontrollsysteme eingesetzt. Stattdessen wird die Stadt regelmäßig Verkehrserhebungen durchführen, um die Geschwindigkeiten zu überwachen und die Einhaltung der neuen Regelung zu prüfen.
Das Ziel besteht darin, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf ein V85-Niveau von 36 km/h zu senken – das bedeutet, dass nicht mehr als 15 Prozent der Fahrer schneller als dieser Wert unterwegs sein sollen. Falls das Pilotprojekt dieses Ziel erreicht, könnte die Tempo-30-Beschränkung dauerhaft eingeführt werden. Die Stadtverwaltung ruft alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, durch besonders rücksichtsvolles und aufmerksames Fahren ihren Beitrag zu leisten.
Anstoß für die Maßnahme war eine lokale Petition, in der sich 238 Anwohner für eine Verlangsamung des Verkehrs in ihrem Viertel aussprachen. Zwar liegen keine aktuellen Unfallstatistiken für diese Straßen vor, doch der Stadtrat ist überzeugt, dass die reduzierte Geschwindigkeit ein sichereres und angenehmeres Umfeld für alle schafft.
Die Testphase läuft bis Oktober und gibt der Stadt ausreichend Zeit, Daten zu sammeln und die Wirksamkeit der Zone zu bewerten. Bei Erfolg könnte die Geschwindigkeitsbegrenzung langfristig beibehalten werden. Ausschlaggebend dafür sind das Verhalten der Autofahrer und die Frage, ob die angestrebte Geschwindigkeitsreduzierung erreicht wird.






