31 March 2026, 10:20

Hettich-Mitarbeiter verzichten auf 1.000 Euro Lohnerhöhung pro Jahr

Plakat mit Text, der finanzielle Unterstützung oder Einberufung während einer Krise fordert, mit einer Waagschalen-Illustration links.

Hettich-Mitarbeiter verzichten auf 1.000 Euro Lohnerhöhung pro Jahr

Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich verzichten auf vereinbarte Lohnerhöhung

Die Mitarbeiter des Möbelzulieferers Hettich haben zugestimmt, eine vereinbarte Gehaltserhöhung aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens aufzuschieben. Über 90 Prozent der Belegschaft stimmten dem Vorschlag zu, der für sie im kommenden Jahr einen Verzicht von mehr als 1.000 Euro pro Person bedeutet. Die Entscheidung folgt auf eine Phase sinkender Gewinne und rückläufiger Umsätze beim Unternehmen.

Hettich, ein wichtiger Zulieferer der Möbelbranche, kämpft seit 2020 mit finanziellen Problemen. Lieferkettenstörungen, steigende Rohstoffkosten und ein Nachfrageeinbruch nach Möbeln nach dem Pandemie-Boom haben die Gewinne geschmälert. Im Geschäftsjahr 2023/2024 verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang der Umsätze um 10 bis 15 Prozent sowie eine Gewinnmarge von unter 8 Prozent – bedingt durch Inflation und schwache Nachfrage in Europa und den USA.

Die Lohnerhöhung, die im Rahmen eines Tarifvertrags mit der Gewerkschaft IG Metall ausgehandelt worden war, sollte die Gehälter ab dem 1. April um 3,1 Prozent steigern. Hettich schlug jedoch vor, die Erhöhung um ein Jahr zu verschieben, um mehrere Millionen Euro zu sparen. Von der Verzögerung sind rund 2.000 Mitarbeiter betroffen.

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Die IG Metall kritisierte den Schritt scharf und warf dem Unternehmen vor, die Belegschaft unter Druck zu setzen. Hettich wies die Vorwürfe zurück und betonte, man habe die Mitarbeiter vollständig über die finanzielle Lage informiert.

Durch die Verschiebung wird das Nettoeinkommen der Beschäftigten in den nächsten zwölf Monaten um mehr als 1.000 Euro sinken. Hettich erhofft sich von der Maßnahme eine Entlastung der finanziellen Belastung, während das Unternehmen die anhaltenden Marktprobleme bewältigt. Weitere Sparmaßnahmen wurden bisher nicht angekündigt.

Quelle